электронная
400
18+
Karma-Diagnostik

Бесплатный фрагмент - Karma-Diagnostik

Buch 4. Kontakt mit der Zukunf


Объем:
250 стр.
Возрастное ограничение:
18+
ISBN:
978-5-4483-4363-6

18+

Книга предназначена
для читателей старше 18 лет

Einleitung

Im Frühjahr 1996, nach der Veröffentlichung meines dritten Buches, entschied ich, dass mein System im Prinzip abgeschlossen ist. Immer öfter traf ich Menschen, die mir erzählten, dass die Lektüre meiner drei Bücher ihren Cha­rakter und ihre Weltanschauung verändert hätte. Etliche gesundheitliche Störungen lösten sich spurlos auf, wenn der Leser das in den Büchern Gesagte gründlich analysierte. Zugegeben, es gab Situationen, in denen mein Wissen, meine Erfahrung und Intuition gegenüber der Krankheit machtlos waren. In solchen Fällen verspürte ich den Wunsch, meine Forschung an den Nagel zu hängen und etwas ande­res zu machen.

Viel häufiger gab es jedoch Fälle erstaunlicher Genesung, was mich zum Weitermachen motivierte. Sehr wichtig war die Tatsache, dass es mir gelungen war, eine kolossale Menge an Informationen zu ein paar einfachen und verständlichen Thesen zusammenzufügen. Die Meinungen über meine Bü­cher gingen völlig auseinander. Manche sagten, dass das Sy­stem zu einfach wäre. Andere behaupteten, es sei zu schwer und unverständlich. Die einen meinten, dass das erste Buch am wirkungsvollsten wäre. “Nein, die größte Wirkung wird im dritten Buch erzielt”, meinten die anderen. Und manche sagten, dass das zweite Buch die anderen übertreffen würde und führten gute Argumente dafür an.

So bin ich darauf gekommen, dass die Information von den Menschen unterschiedlich aufgefasst wird, und dass ein und dasselbe Buch auf jeden eine andere Wirkung hat. Wie stark die Wirkung des Buchs sein kann, konnte ich am eigenen Leibe erfahren, als ich das Manuskript meines ersten Buches zum ersten Mal durchlas.

Als ich mit dem Lesen anfing, erfolgte auf der feinstoff­lichen Ebene nach ein paar Minuten ein derart starker Schlag, dass meine feinstofflichen Feldhüllen in Fetzen auseinander­flogen. Dann begann der Kokon meiner Feldstruktur langsam von der physischen Hülle “abzurutschen”. Beobachtungen vieler Hellseher zufolge stirbt der Mensch bald, nachdem die Aura sich aufgelöst hat. Ich verstand, wie ernst die Lage war, und versuchte, die Quelle ausfindig zu machen, von welcher der Angriff kam.

Das Ergebnis war äußerst überraschend: Diese Quelle war mein eigenes Manuskript.

Zum ersten Mal in meinem Leben las ich einen Text, der eine energetische Wirkung hatte, das heißt, dass die Geschwin­digkeit, mit der Information in Energie überging, sehr hoch war. Ich stellte mir vor, was mit meinen Lesern hätte passieren können, und ein kalter Schauer lief mir über den Rücken. Ich kam zu dem Schluss, dass es hinter der äußeren Informa­tionsschicht des Buches einen viel wirkungsvolleren Hinter­grund gibt. Wenn dieser nicht harmonisch ist, kann auch die in dem Buch enthaltene Information nicht aufgenommen wer­den. Wir führten interessante Experimente durch. Ich gab einer Testperson 2—3 Blätter aus dem Manuskript und bat, sie zu lesen und zu bewerten.

“Es tut mir leid”, sagte der Mensch. “Es ist unmöglich zu lesen. Der Text ist hochgestochen und schwer verständlich. Ich konnte praktisch gar nichts verstehen.”

Ich untersuchte den tieferen Hintergrund auf der feinstoff­lichen Ebene und löste über Gebet und Buße aggressive Pro­gramme auf. Der Text wurde von mir sozusagen energetisch “gereinigt”. Nach zwei Tagen gab ich denselben Text unverän­dert demselben Menschen wieder. Er las und war begeistert.

“Man sieht sofort, dass der Text gut überarbeitet wurde.

Er ist leicht zu lesen, und alles ist sofort verständlich.”

Ich verstand, dass das Wichtigste in jedem Text der tiefe, informativ-sinnesbezogene Kanal ist. Sowohl in der Malerei, als auch in der Poesie oder in einem Lied ist das, was sich hinter jedem Text, jeder Note oder jeder Form unsichtbar ver­birgt, maßgebend. Zwei äußerlich ähnliche Texte können eine absolut unterschiedliche Tiefe haben. Hier könnte man sich bis zur Unendlichkeit perfektionieren. Je mehr Liebe eine In­formation enthält, desto größer ist ihre Dichte und desto mächtiger ihre Wirkung. Es stellt sich heraus, dass die Welt rein gedanklich, ohne eine sinnliche Erkenntnis, nicht erfasst werden kann. Die sinnliche Erkenntnis wird über die Menge der in der Seele angesammelten Liebe zu Gott bestimmt.

Viele, die mein zweites Buch gelesen hatten, sagten, dass man sich danach in Jammer auflösen könnte: Auf das kleinste Vergehen folgt die Strafe, für die Sünden der Eltern und Groß­eltern bezahlen ihre Kinder und Enkelkinder. Ein Gefühl völ­liger Hoffnungslosigkeit entstehe. Ich beruhigte sie. Obwohl die Information in meinen Büchern maximal bearbeitet wurde, ist es dennoch eine Art Bericht über meinen Weg in der Erkenntnis der Welt und ihrer Gesetze. Ich erklärte meinen Patienten: “Der Mensch bezahlt nicht für seine aggressiven Gedanken. Wenn diese nicht durch aggressive Gefühle ver­stärkt werden, dringen sie nicht ein. Wenn jemand äußerlich tobt und schreit, innerlich jedoch die Liebe bewahrt, wird die­ses Verhalten sich nicht auf seine Gesundheit auswirken.”

Außerdem können die negativen Emotionen und Hand­lungen unserer Vorfahren nur dann in unser Feld übergehen und dort bleiben, wenn sie mit unserer geistigen Struktur übereinstimmen. Das heißt, wenn ich in meinen vorherigen Leben nicht eifersüchtig war, wird die Eifersucht meiner El­tern nicht in die Tiefe meiner Seele eindringen. Wenn ich richtig orientiert bin, wird sogar der oberflächliche “Dreck” verschwinden, den ich von meinen Vorfahren mitbekam. Das persönliche Karma entspricht dem elterlichen. Wenn ich in den drei vorherigen Leben Menschen verachtete, weil ich mich für etwas Besseres hielt, bekomme ich in diesem Leben einen ebensolchen Vater, Großvater und Urgroßvater. Wenn jemand anfängt, an sich zu arbeiten und sich an Gott zu wen­den, kann man behaupten, dass er kein Familienkarma mehr, sondern nur noch sein persönliches Karma hat. Je intensiver dabei sein Streben nach Gott und Liebe ist, desto weniger ist er von energetischen Einflüssen der Umgebung, negativen Er­fahrungen seiner Vorfahren und eigenen Erfahrungen aus frü­heren Existenzen abhängig. Beim Schreiben des dritten Buchs hatte ich einige Momente der Ratlosigkeit: Kaum löst man die Anhaftung an einen bestimmten menschlichen Wert, ent­steht eine neue. Der Prozess schien endlos zu sein. Deswegen versuchte ich den Begriff “menschlicher Wert” maximal zu­sammenzufassen. Letztendlich sind im Prinzip zwei Kardi­nalbegriffe geblieben: “Eifersucht” und “Stolz”.

Bestimmte Gruppen von Krankheiten und Unglücksfäl­len waren mit dem Thema der zwischenmenschlichen Bezie­hungen verbunden, andere Gruppen mit dem Thema der Fähigkeiten, des Intellekts, der Vollkommenheit.

Eifersucht rief eine Art von Krankheiten hervor, Stolz eine andere, und die Kombination aus Eifersucht und Stolz ergab in der Regel sehr schwere und oft unheilbare Krankheiten.

Ich erinnere mich, wie eine Frau in meine Sprechstunde kam und sagte: “Ich kann schon wieder gehen und sprechen”.

“Wie bitte?”, wunderte ich mich. “Konnten Sie denn vor­her nicht gehen und sprechen?”

Ihr Gesicht kam mir bekannt vor, ich konnte mich aber nicht erinnern, wo ich sie gesehen haben könnte.

“Ich bin schon zum dritten Mal bei Ihnen”, lächelte die Frau. “Beim ersten Mal musste mich mein Mann in die Sprechstunde tragen. Damals war ich nicht mehr in der Lage zu gehen und zu sprechen. Meine Erkrankung galt als unheil­bar. Muskeln bilden sich nach und nach zurück, und der Mensch kann zuerst nicht mehr gehen, dann nicht mehr spre­chen und schließlich kann er auch nicht mehr atmen. Ein Facharzt für Chirurgie sagte mir, dass man mich nicht operie­ren würde. ‘Du wirst sowieso auf dem OP-Tisch sterben’, sagte er. ‘Du hast nicht mal eine zehnprozentige Überlebens­chance.’ Ich verstand, dass er die Statistik nicht verderben wollte. Man entließ mich also zum Sterben nach Hause. Sie erklärten mir, dass ich sowohl Eifersucht als auch Stolz habe. Ich verstand, dass ich absolut keine Ahnung hatte, worin der Sinn des Lebens besteht, wofür ich lebe und wie man sich ver­halten muss, um glücklich zu sein. Ich überdachte mein gan­zes Leben und vieles wurde mir klar. Je wärmer es in meiner Seele wurde, desto schneller schwand die Krankheit. Die Liebe zu Gott war für mich immer ein abstrakter Begriff, und heute spüre ich sie einfach.”

Der Kontakt mit solchen Patienten bereitete mir Freude.

In der letzten Zeit zehrte der sechsjährige Marathon, der 1990 anfing, immer mehr an meinen Kräften. Angenehm war die Tatsache, dass mein System ohne ein unmittelbares Zutun meinerseits funktionierte. Meine Informationen waren in der Lage, Millionen von Lesern zu helfen. Bis ich mit meiner For­schung anfing, las ich überall ein und dasselbe: “Schicksal kann man nicht ändern. Dem Schicksal kann man nicht ent­fliehen.” Es herrschte die Meinung, dass es praktisch unmög­lich sei, den Charakter eines Menschen zu ändern. Dass man aber das Schicksal eines Kindes noch vor seiner Geburt, sogar vor seiner Empfängnis ändern kann, hätte ich mir damals nicht vorstellen können. Ich wusste noch nicht, wofür der Mensch auf diese Erde kam.

Worin besteht der Sinn des Lebens? Wofür leben wir denn, wenn wir sowieso altern, dabei alles nach und nach ver­lieren und schließlich sterben? Dass der Charakter eines Men­schen sich in wenigen Stunden kardinal ändern kann, wusste ich damals nicht.

Ich erinnere mich an eine Frau, die in meine Sprech­stunde kam. Sie erzählte mir: “Nach Ihrer letzen Sprechstunde ging ich nach Hause. Ich klingelte und meine Tochter ließ mich rein. Plötzlich fragte mich das Mädchen: “Mama, was ist denn mit dir geschehen? Ich habe überhaupt keine Lust, dir zu widersprechen.”

Es stellte sich heraus, dass, kaum hat der Mensch seine Weltanschauung geändert und spürt, wie real die Liebe zu Gott und wie illusorisch und nebensächlich alles andere ist, sich nicht nur Charakter, Gesundheit und Schicksal ändern, sondern auch die Menschen, die ihn umgeben und die ganze Welt um ihn herum. Dass man auf diese Weise nicht nur einen Men­schen, sondern ganze Menschengruppen, eine ganze Stadt, ein Volk oder ein Land retten könnte, hätte ich mir nicht mal im Traum vorstellen können. Je weiter ich jedoch vorankam, desto klarer wurde mir, wie wichtig eine richtige Weltanschauung und die Arbeit an sich sowohl für die Rettung des Einzelnen, als auch für die Rettung größerer Menschengruppen sind.

Für mich war es schwer vorstellbar, dass die größte Kraft im Universum die Liebe ist. Aber obwohl ich damals vieles noch nicht verstand, wurde die Welt für mich viel verständli­cher. Das Neuland in meiner Forschung waren die indische und die chinesische Philosophie. Warum muss man sich von allen Wünschen lossagen, um glücklich zu werden? Warum wird die Welt in der indischen Philosophie als eine Illusion betrachtet? Warum ist der Gedanke der Hauptfeind des Men­schen? Es ist doch der entwickelte Verstand, der den Men­schen ausmacht. Sagen wir so: Für mich selbst konnte ich das schon irgendwie erklären, aber mein System war dazu nicht in der Lage. In meiner Forschung gab es keine solchen Be­griffe wie “Wille”, “Wunsch”, “menschliches Bewusstsein”. Und ich wusste nicht, ob es sie noch geben wird. Ich verstand, dass alle menschlichen Werte auf eine bestimmte Weise ver­eint werden müssen. Dennoch gelang es mir nicht. Es gab also nur zwei klare und definierte Begriffe: “Eifersucht” und “Stolz”. Es gab das Verständnis dafür, wie diese überwunden werden können und wie man die Krankheiten los wird, die durch sie hervorgerufen werden.

Es kristallisierten sich noch zwei Begriffe heraus, die aber noch sehr vage waren. Der erste Begriff schloss Sittlich­keit und Nächstenliebe ein. Der zweite den Kontakt mit der Zukunft, der sich über Ziele, Träume und Ideale realisiert. Ehrlich gesagt, konnte ich ihre wechselseitige Beziehung zu­einander nicht erkennen. Im dritten Buch versuchte ich, alles zu einem System zusammenzufügen, dennoch gelang es mir nicht. In den letzen 6 Jahren arbeitete ich an der Grenze mei­ner Möglichkeiten, und obwohl das System nicht vollendet war, war es dennoch wirksam. Ich konnte mich jeden Tag davon überzeugen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich weiter vorstoßen könnte. Auf jeden Fall war ich davon überzeugt, dass es in der nächsten Zeit keinen Durchbruch in meiner For­schung geben würde.

Je näher die Fertigstellung des dritten Bandes heran­rückte, desto sehnsüchtiger betrachtete ich die leeren Lein­wände in meiner Werkstatt. Schließlich bin ich auch Maler!

Meine Pflicht gegenüber der Menschheit habe ich erfüllt, also könnte ich mich nun entspannen und das Leben genießen. So dachte ich zu Beginn des Jahres 1996. Ich hatte aber noch eine “fixe Idee”, die mich einfach nicht in Ruhe ließ: das Thema Zeit. Ich spürte aber, dass ich es noch nicht bewältigen konnte, deswegen gab ich es vorerst auf. “Ich erhole mich erst ein bis eineinhalb Jahre, und dann sehen wir weiter”, be­schloss ich. Ungefähr einen Monat lang ließ ich alles, was mit meiner Forschung zusammenhing, nach und nach los. Dann kam es zu den Ereignissen, die mich heftig aufrüttelten und mich meine Pläne und Träume vergessen ließen. Neue Infor­mation kommt oftmals in Form des Todes oder einer Reihe von Unglücksfällen, und ich fing an, diese neue Information im Frühling des Jahres 1996 zu erhalten.

Ich schrieb meine Bücher, damit ich meinen Patienten nicht immer und immer wieder dasselbe wiederholen musste. Eine auf den ersten Blick sehr einfache Information wurde öfter nur sehr schwer aufgenommen. Zuerst wollte ich einfach einen Text abtippen und dieses Blatt dann meinen Patienten aushändigen. Dann wurde mir klar, dass diese Information von allen benötigt wird, und beschloss, dass es an der Zeit ist, ein Buch herauszugeben. Einige Zeit später hatte ich die Mög­lichkeit, dies auch in die Tat umzusetzen. Dann sah ich, dass die im Buch enthaltene Information in ihrer Wirkung meiner Sprechstunde gleichwertig war. Mir blieb nur, die Details nachzuarbeiten. So beschloss ich, ein Maximum meines Wis­sens in den Büchern zu veröffentlichen, damit meine Patien­ten sich selbst heilen können und ich nur die schwierigsten Fälle bearbeiten müsste.

Es hat sich bei mir so eingebürgert, dass ich entweder überhaupt nicht arbeite, oder ich arbeite unter maximalem Druck. Wenn ich in dem, was ich gerade mache, qualitativ nicht vorankomme, wird diese Tätigkeit für mich uninteres­sant und ich lasse davon ab. Die Arbeit im Eiltempo mobili­siert alle Kräfte und ermöglicht, qualitativ neue Ebenen zu erreichen. Ein paar Jahre arbeitete ich als Raumdesigner. Ich erinnere mich, wie die Geschäftsführerin einer Einrichtung mir feierlich erklärte: “Der vorherige Künstler saß 15 Stunden lang an der Arbeit und wurde doch nicht immer mit den ihm aufgetragenen Aufgaben fertig. Es interessiert mich überhaupt nicht, wie lange sie an der Arbeit sitzen. Alles, was ich brau­che, sind Ergebnisse.” Einige Wochen später forderte sie mich auf, wenigstens 3—4 Stunden anwesend zu sein.

“Ich erledige doch alles, was Sie mir auftragen”, sagte ich.

“Ja, aber Sie sind doch höchstens eine Stunde anwesend”, wandte sie ein.

“Aber ich schaffe doch die ganze Arbeit.”

“Ich bestehe darauf, dass sie bis zur Mittagspause an Ihrem Platz bleiben”, antwortete sie.

“Ich bitte Sie, diese Forderung an denjenigen zu adres­sieren, der meinen Platz einnehmen wird”, sagte ich und kün­digte daraufhin.

So ein Arbeitsstil wurde ausgesprochen nützlich und för­derlich, als ich anfing, an den Büchern zu arbeiten. Die im er­sten Buch niedergeschriebene Information hätte ich über einige dicke Bände verteilen müssen, dennoch war es mir ge­lungen, sie zum Format einer Broschüre zusammenzupressen. Deswegen ist es manchmal schwer, meine Bücher sofort auf­zunehmen. Dafür können bedeutende Veränderungen stattfin­den. Heute wundere ich mich nicht mehr, wenn ich höre, dass nach der Lektüre meiner Bücher der Charakter sich grundle­gend ändert. Ich wundere mich auch nicht mehr, dass viele Krankheiten verschwinden. Mehr wundere ich mich darüber, wenn sie es nicht tun. Nach der Veröffentlichung meines drit­ten Buches war ich der Meinung, dass bereits praktisch ge­sunde Menschen in meine Sprechstunde kommen müssten.

Und tatsächlich: Zu den Sprechstunden kamen nun Men­schen, deren Charakter, Gesundheit und Schicksal sich ver­ändert hatten. Sie wollten sich lediglich Gewissheit verschaffen, ob sie sich in die richtige Richtung bewegen und ihre Neugier stillen. Aber nach und nach kamen Patienten, bei denen aus der Sicht meiner vorherigen Forschung zwar alles gut war, dennoch kam bei ihnen etwas Neues auf, dass für mich bis dahin unbekannt war. Dieses Neue stellte sich als schwerwiegender und gefährlicher als Anhaftung an Fähig­keiten, Intellekt und Vollkommenheit heraus. In meiner Klas­sifizierung wurde das als “Anhaftung an die Zukunft” bezeichnet. Diese konnte ich aus irgendeinem Grund nicht auflösen. Immer und immer wieder kehrte ich zu diesem Thema zurück. Um sich nicht an die Zukunft zu klammern, darf man nicht von Träumen und Plänen besessen sein. Man muss verstehen, dass alles vom Göttlichen Willen gelenkt wird. Unser Wille ist dabei nur zweitrangig. Immer wieder versuchte ich, das Thema Zukunft zu überwinden, dennoch gelang es mir nicht. Je mehr man Liebe und Wissen abgibt, desto mehr erhält man davon zurück. Deswegen bekam ich gerade während meiner Sprechstunden und Seminare neue Erkenntnisse bezüglich dieses Problems. Bei einem Vortrag erklärte ich:

“Die indische Philosophie besagt, dass Zeit der Grund­pfeiler der uns umgebenden Welt ist, Zeit lässt alles entstehen. Zeit unterteilt sich in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Vergangenheit ist materiell. Zukunft ist geistig. Das, was wir als Materie oder Stoff benennen, ist eine der Zeitformen. Diese Form wird als “Vergangenheit” bezeichnet. Das, was wir als “Geist”, “Feld” oder “Raum” bezeichnen, ist ebenfalls eine Form der Zeit, die sich “Zukunft” nennt. Zukunft ist gei­stiger Natur, Vergangenheit ist materiell. Gegenwart ist so­wohl materiell, als auch geistig. Liebe gebiert Geist. Geist gebiert Materie. Materie strebt danach, sich mit dem Geist zu vereinen und somit zu Liebe und zu Gott zurückzukommen.

Womit beginnt das Leben? Damit, was wir als “Homö­ostase” bezeichnen. Die räumlichen, stofflichen und energe­tischen Bedingungen ändern sich. Im Inneren einer Zelle verlaufen die Veränderungen jedoch nach einem ganz anderen Schema. Die Wechselwirkung zwischen Stoff, Raum und Energie unterscheidet sich von ähnlichen äußeren Vorgängen. Das heißt, dass die zeitlichen Abläufe in der Zelle sich von den zeitlichen Abläufen in der äußeren Umgebung unterschei­den. Damit die Zelle in ihrer Umgebung überleben kann, muss sie den Zustand des Stoffes, des Raums und der Energie um sich herum kontrollieren!

Kehren wir zur Ausgangskette zurück. Liebe gebiert in­formationelle Feldstrukturen, oder anders ausgedrückt, räum­liche Strukturen. Information verstofflicht sich und gebiert dabei Energie. Energie wird zu Materie, Materie tendiert dazu, Energie und Information zu akkumulieren. Die Kontrolle über materielle und geistige Strukturen und die Wechselwirkung mit ihnen bedeuten den Besitz von materiellen und geistigen Werten. Je entwickelter ein Organismus ist, desto besser kann er die ihn umgebende Zeit, das heißt den Raum und die Ma­terie um sich herum kontrollieren. Geistige und materielle Güter werden jedoch jede Sekunde durch das Gefühl der Liebe wiedererschaffen. Wenn aber das Ausmaß materieller und geistiger Güter den Vorrat an Liebe übersteigt, kommt es dazu, was wir als Krankheiten und Unglücksfälle bezeichnen. So wird die Akkumulierung der materiellen und geistigen Güter gestoppt und die Orientierung auf die Mehrung der Liebe verstärkt. Beim Erreichen eines bestimmten Ausmaßes materieller und geistiger Werte müssen die Vorräte an Liebe eine bestimmte Grenze überschreiten. Dann ziehen sich Raum und Materie zu einem Punkt zusammen, Vergangen­heit, Gegenwart und Zukunft ebenfalls. Alles verwandelt sich in ursprüngliche Zeit und kehrt zur Urquelle zurück. Je mehr materielle und geistige Güter jemand besitzt, desto stärkere Kontrolle über Gegenwart und Zukunft hat er. Wenn Stoff und Raum begrenzt sind, muss es auch für die Zeit einen Grenz­wert geben. In dem Moment, wo die persönliche Zeit eines Lebewesens mit der Endzeit gleichzieht, wird der Entwick­lungszyklus vollendet.

Das Universum ist zuerst als ein Ganzes, als einheitlicher Organismus entstanden. Diese Einheit bleibt auf der feinstoff­lichen Ebene weiter bestehen. Äußerlich völlig unterschied­liche belebte und unbelebte Objekte stellen auf der feinstofflichen Ebene ein Ganzes dar. Einfacher gesagt enthält jede beliebige stofflich-räumliche Einheit, unabhängig von ihrer Größe, die vollständige Information über das gesamte Universum. Deswegen kann man behaupten, dass das Uni­versum nach dem Prinzip eines Hologramms aufgebaut ist. Das Universum ist als ein informativ-sinnlicher Impuls, als das Unbewusste entstanden. Es kann zur Urquelle zurückkeh­ren, indem es sich zu seinem Gegenteil umwandelt. Geist ge­biert Materie. Je weiter dieser Prozess voranschreitet, desto mehr Materie entsteht, desto mehr Wechselbeziehungen bil­den sich in ihr und desto bewusster wird sie. Das Belebte un­terscheidet sich vom Unbelebten durch die hohe Dichte der Zeit, durch die Zeitkonzentration. Diese Dichte wird aber nicht aufgrund der Ausdehnung von Raum oder der Zunahme der Menge an Materie erreicht, sondern durch Informations­verbindungen, das heißt, durch die Zunahme des bewussten Aspektes. Je weiter das Universum evolutionert, desto be­wusster muss es werden, und das individuelle Bewusstsein muss sich nach und nach zum Gruppenbewusstsein entwik­keln, dabei immer mehr an Spannweite gewinnen und letzt­endlich die Größe des Universums erreichen.

Da das Universum als ein einheitliches Wesen entstand, waren das kollektive und das individuelle Bewusstsein zuerst ein Ganzes. Je weiter die Entwicklung des Universums fort­schreitet, desto größer wird die Potentialdifferenz zwischen dem kollektiven und dem individuellen Bewusstsein. Je weiter sich jedoch dieser Prozess entwickelt, desto mehr versucht das individuelle “Ich”, die es umgebende Welt in sich zusammen­zuziehen, und desto deutlichere Merkmale eines kollektiven Bewusstseins weist es dabei auf. Obwohl das Universum sich weiter ausdehnt, fängt es bereits an, sich zusammenzuziehen. Wenn das individuelle Bewusstsein eines jeden Lebewesens die Ausmaße des gesamten Universums erreicht, werden das individuelle und das kollektive Bewusstsein zu einem Ganzen. Das höchste Persönliche und das höchste Unpersönliche ver­schmelzen und der Zyklus wird beendet. Der Entwicklungs­prozess des Universums verläuft impulsartig und schwingt vom Materiellen zum Geistigen und umgekehrt. Das Bewusst­sein ist die Gesamtheit der materiellen, der geistigen und der ihre Grundlage bildenden sinnlichen Aspekte. Die Entwick­lung des Bewusstseins durchläuft 3 Stadien.

Erster Impuls: Verstärkung des Gefühls der Liebe. Zweiter Impuls: Verstärkung des geistigen Aspekts. Und der dritte Impuls bedeutet den logischen, materiellen Aspekt.

Anders gesagt steht die Liebe auf dem ersten Platz, dann kommt die Intuition und erst danach die Logik. Eine neue Er­kenntnis zerstört alte logische Strukturen, was bedeutet, dass auch die Zerstörung der geistigen Strukturen und ihre Desta­bilisierung Formen der Erkenntnis des Neuen sind. Auch die Zerstörung und Destabilisierung der Liebe zu der uns umge­benden Welt sind unabdingbare Voraussetzungen für Erkennt­nis. Je größer der Schritt in der Erkenntnis ist, der einem Menschen bevorsteht, desto massivere Erschütterung aller Grundlagen muss er erfahren. Je stärker in dieser Situation seine Liebe zu Gott ist, desto nebensächlicher werden für ihn seine physische, materielle Hülle, seine geistigen Strukturen und sein Gefühlspotential und desto einfacher wird es für ihn, auf eine neue Ebene zu steigen. Jeder Mensch, wie übrigens jedes Lebewesen schlechthin, hat ein Modell seiner Umwelt. Das sinnliche Modell ist umfassend, jedoch sehr träge. Das Modell unseres Bewusstseins ist zwar weniger umfassend, be­sitzt jedoch eine höhere Adaptionsgeschwindigkeit. Aber egal wie vollkommen ein bewusst-sinnliches Modell der Umwelt ist, bleibt es immer begrenzt. Das bedeutet, dass ein Fehler unumgänglich ist. Dieser führt dann zum Konflikt mit der Umwelt und somit zu Aggression und Krankheiten. Das ein­zig effektive Modell der Zukunft kann man bilden, wenn man die Welt über die Urquelle ergründet, das heißt, über die Liebe zu Gott. Wenn diese Liebe Priorität besitzt, bricht das Be­wusstsein bei einem Konflikt mit der Umwelt nicht zusam­men und geht auch nicht daran zugrunde, sondern stellt sich um und erreicht dabei neue Ebenen. Folglich sind Krankhei­ten, Unannehmlichkeiten, Unglücksfälle ein Anzeichen dafür, dass unser Modell der Umwelt nicht mehr der Realität ent­spricht. Um etwas zu verstehen, müssen wir unsere Intuition verstärken. Um die Intuition verstärken zu können, müssen wir die Liebe zur uns umgebenden Welt steigern, und dafür müssen wir die Liebe zu Gott intensivieren!

Im dritten und vierten Buch versuchte ich, alle mensch­lichen Werte in drei Gruppen einzuteilen: materielle Werte, geistige Werte, zu denen Beziehungen, Fähigkeiten und In­tellekt gehören, und die von mir als “Liebe zu Menschen und zur Welt” bezeichnete Gruppe. Dann stellte sich heraus, dass die Liebe zu Menschen und zur Welt eine noch feinstoffli­chere Schicht der geistigen Werte ist und dass sie eine Grundlage sowohl für Beziehungen als auch für Intellekt und Fä­higkeiten bildet. Noch später erwies sich, dass dies die Form eines erweiterten Kontaktes mit der Zukunft ist. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass es das gefährlichste Thema ist, und dass die Anhaftung an den Kontakt mit der Zukunft die Hauptursache für schwere psychische Erkrankun­gen, Krebs, Unfruchtbarkeit oder plötzlichen Tod darstellt.

Die zukunft

Vor mir sitzt eine Patientin.

“Zuerst erzähle ich Ihnen meine Geschichte”, sagt sie.

“Vor ein paar Jahren wurde bei mir Krebs diagnostiziert. Spä­ter stellte man fest, dass bereits weitverzweigte Metastasen gebildet wurden. Die Behandlung brachte keine besonderen Ergebnisse. Dann stieß ich zufällig auf Ihr erstes Buch. Ich las es und die anderen beiden auch. Ich hatte Glück, denn es waren keine Fälschungen Ihrer Bücher, die es bei uns in New­York genauso viel wie in Russland gibt. Nachdem ich Ihre Bücher gelesen hatte, wurde mein Körper mit offenen Wun­den übersät, aus denen Blut und Eiter austraten. Nach einiger Zeit spürte ich, dass ich gesund bin. Aber japanische Ärzte, die hier in New-York mit ausgezeichneten diagnostischen Ge­räten arbeiten, die durch modernste Computertechnologien kleinste Anzeichen einer Krebserkrankung sehr schnell auf­spüren, sagten mir, dass eine vollständige Heilung nicht er­folgt war. Irgendetwas ist dennoch geblieben. Und heute komme ich zu Ihnen, um zu erfahren, was ich in Ihren Bü­chern nicht verstanden hatte, dass ich nicht vollkommen ge­sund werden konnte?”

Ich sehe sie an und denke, dass es viele Menschen gibt, die sich in einer ähnlichen Lage befinden. Das sind Menschen, deren einzige Hoffnung und einzige Rettungschance die in meinen Büchern niedergeschriebenen Informationen sind. Der Umstand, dass ich es nicht geschafft habe, einige einfache Wahrheiten rechtzeitig zu erkennen, wird nun diese Menschen daran hindern, zu überleben und gesund zu werden.

“Sie haben nur eine Anhaftung”, sage ich zu der Frau.

“Nur ein Problem wurde nicht gelöst. Die Zukunft ist bei Ihnen zu mehr als 100% verschlossen. Solange das so bleibt, werden sie nicht vollständig genesen können.”

“Was bedeutet das: Die Zukunft ist verschlossen?”, fragt mich die Frau. “Heißt das, dass ich zu viel träume und ständig Pläne schmiede?”

“Das ist nicht das wichtigste Anzeichen. Es geht um etwas viel Ernsteres”, sage ich und fange an, ihr die Situation ruhig und methodisch zu erklären. Nach einiger Zeit beobachte ich, wie ihr Feld sich langsam ändert. Das bedeutet, dass ihre “im Hinterhalt sitzende” Krankheit nun zurückweicht.

Ich erinnere mich, wie das Thema Zukunft für mich ak­tuell wurde. Alles fängt mit einem Empfinden der Instabilität und mit dem Verlust der Kontrolle in bestimmten Situationen an. Wir glauben, dass wir über Logik und Gedanken alles be­werten. Der Gedanke ist jedoch ohne Gefühle nicht lebensfä­hig. Wenn aber die Gefühle keine minimale Anpassung an die Umgebung sicherstellen, wird das Bewusstsein unsicher und Angst kommt auf.

Als ich Auto fahren lernte, hatte ich panische Angst und sah ständig zu meinem Fahrlehrer hin, der neben mir saß. Eines Tages setzte ich mich alleine ins Auto und fuhr los. Nach einer Minute überkam mich das Gefühl, als ob ich so etwas schon mein Leben lang gemacht hätte. Ich trat aufs Gas­pedal und fuhr ab diesem Augenblick immer am Limit. Kurze Zeit später hatte ich einen Beifahrer. Etwa 10 Minuten nach­dem wir gestartet hatten, fragte der Mann vorsichtig: „ Sagen Sie mal, wie lange fahren Sie schon?”

“2—3 Monate”, antwortete ich.

Er schwieg einen Augenblick lang und sagte schließlich:

“Naja, dass muss wohl am Charakter liegen.”

Im Frühling 1996 geschah mit mir etwas Seltsames: Ich hatte plötzlich Angst, Auto zu fahren. In ein paar Tagen verur sachte ich 3 Unfallsituationen, bei welchen ich und mein Auto nur rein zufällig unbeschadet davonkamen. Das Interessante dabei war, dass ich auf der Gedankenebene erkannte, dass die Situation gefährlich ist, aber das änderte rein gar nichts. Wenn das Gefühl eine Situation nicht einzuschätzen vermag, wird der Gedanke nur in einem von 4 bis 5 Fällen retten können.

Бесплатный фрагмент закончился.
Купите книгу, чтобы продолжить чтение.