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Karma-Diagnostik

Бесплатный фрагмент - Karma-Diagnostik

Buch 2. Das reine Karma. Teil 2


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240 стр.
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ISBN:
978-5-4483-4350-6

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Einleitung

Die aktuellen Fortschritte der Schulmedizin sind unbe­stritten. Eine der Hauptaufgaben der Medizin besteht heute darin, Krankheiten bereits im Frühstadium zu erkennen und damit wesentlich effektiver zu heilen. Nach wie vor hat die Medizin jedoch Probleme zu verstehen, was Krankheiten ei­gentlich darstellen, was ihre Ursachen sind und was getan werden muss, damit sie gar nicht erst entstehen. Ein großer Fortschritt wurde von der Schulmedizin geleistet, als die Ärzte begriffen, dass es wenig aussichtsreich ist, ein einzelnes Organ zu behandeln, da der gesamte Organismus erkrankt ist und folglich auch als Ganzes geheilt werden muss. In diesem Zusammenhang nahm das Interesse für fernöstliche Heilkunst zu, die sich an der Heilung des Organismus in seiner Ganzheit orientiert. Die Mediziner mussten sich nunmehr mit solchen Begriffen wie Energiemeridiane und – kanäle auseinanderset­zen, und allmählich setzte sich bei jedem Arzt die Erkenntnis durch, dass der Organismus nicht nur als physisches, sondern auch als Energiesystem betrachtet werden muss.

Der fernöstlichen Heilkunst nach ist der Mensch in erster Linie ein Energiesystem, das mit der gesamten Welt in Wech­selwirkung steht. Die Weiterentwicklung der Schulmedizin führte zu der Erkenntnis, dass eine Erkrankung durch Ab­nahme der Immunität verursacht wird und auch onkologischen Krankheiten eine Störung des Immunsystems zugrunde liegt. Das Immunsystem ist mit dem Energiesystem des Organismus verbunden und steht in einem Abhängigkeitsverhältnis zu ihm.

Diagnostik und Einwirkungen auf das Energiesystem sind aus­sichtsreiche Gebiete der modernen Medizin. Es darf jedoch nicht außer Acht gelassen werden, dass der physische Zustand des Menschen von weiteren Faktoren abhängt.

Vor vielen Jahrhunderten hat Avicenna ein Experiment durchgeführt, bei dem er ein Schaf in Sichtweite eines Wolfs platzierte. Drei Tage später war das Schaf tot, obwohl es phy­sisch gesund war. Daran wird deutlich, dass das, was wir Be­wusstsein und Psyche nennen, in beträchtlichem Maße den Zustand des Organismus bestimmen kann. Bei den Hirten in Mittelasien gab es folgende Heilmethode: Wenn nach einer Todgeburt das kranke Mutterschaf nicht mehr aufstehen konnte und keinerlei Mittel halfen, wurde ihm statt des toten Lamms das lebende Lamm eines anderen Schafs untergeschoben. Das Schaf tränkte und versorgte es, und wurde gesund. Das heißt, dass das, was wir Psyche nennen, hilfreich sein kann, selbst wenn keinerlei Arzneimittel helfen können. Beim Menschen, dessen psychisches Entwicklungsniveau unvergleichlich höher ist als bei Tieren, ist dieser Effekt entsprechend vielfach stärker. Eine harmonische Entwicklung der modernen Medizin ist ohne Kenntnis der Gesetze der Existenz der menschlichen Psyche unmöglich. Ein bedeutsamer Schritt in diesem Erkenntnisprozess wurde dank der Experimente von Franz Mesmer und Sigmund Freud vollzogen. Mesmer stellte fest, dass auf die Gesundheit des Menschen nicht nur heftige, starke Erregungen und Stress, son­dern in hohem Maße auch unbedeutende Erlebnisse einwirken. Es ist sehr wichtig zu verstehen, wie tief diese in die Psyche ein­dringen und somit ernsthaft die Gesundheit des Menschen beein­flussen. Sigmund Freud machte eine Entdeckung, die Psychologie und Medizin vereinte: Er wies nach, dass die Tiefenstrukturen des Unbewussten nach eigenen Gesetzen funktionieren und einmal erlebter Stress nie mehr verschwindet, sondern gespeichert wird und mit der Zeit Krankheiten hervorrufen kann.

Mit meinen eigenen Forschungen auf dem Gebiet der Bio­energetik begann ich vor etwa fünfzehn Jahren. Die Grundprä­misse war, dass man auf das kranke Organ nicht nur mit Arzneimitteln und physiotherapeutischen Methoden, sondern auch energetisch einwirken kann, indem man willensverstärkte Energieströme sendet. In den 80er Jahren setzte sich in der Ener­gie­und Wunderheilkunde, welche die gleichen Etappen wie die Schulmedizin durchlaufen hat, die Erkenntnis durch, dass bei der Heilung einer Krankheit eine Einwirkung auf den ganzen Organismus erfolgen muss. Außerdem wurde erkannt: Je früher die Energiekorrektur durchgeführt wird, umso leichter ist die Bekämpfung der betreffenden Krankheit. Im Jahre 1986 unter­nahm ich den Versuch der Frühdiagnostik von Krankheiten, indem ich den Energiezustand des Organismus untersuchte. Es stellte sich heraus, dass die Analyse der Energie­und Informa­tionsfelder es gestattet, die Krankheit weitaus früher als mit mo­dernsten Geräten zu erkennen. Das heißt aber auch gleichzeitig, dass für die weitere Entwicklung der Frühdiagnostik die An­wendung von Methoden, die den Energie­und Informationszu­stand des Organismus bestimmen, erforderlich sind. Indem ich unablässig in dieser Richtung arbeitete, erzielte ich eine exakte Frühdiagnostik von Krankheiten und drang zu immer feineren Ebenen der Energie­und Informationsfeldstrukturen vor.

Im Jahr 1990 erschloss sich meinen Forschungen eine völlig neue Ebene. Ich stellte fest, dass in den Energie­und Informationsstrukturen, die den Menschen umgeben, spezifi­sche Felddeformationen vorkommen, die zu Krankheiten und Störungen des physischen Befindens führen. Ihre Beseitigung auf energetische Art und Weise erzielte hervorragende Heil­effekte. Außerdem stellte sich heraus, dass die Feldstrukturen des Menschen kompliziert aufgebaut sind und eben diese Energie­und Informationsstrukturen den physischen Zustand des Menschen bestimmen. Das heißt: Krankheiten beginnen auf der Energie­und Informationsfeldebene. Als ich meine Forschungen fortsetzte, entdeckte ich eine interessante Ge­setzmäßigkeit: Bei der Einwirkung auf die Feldstrukturen än­derte sich nicht nur der physische Zustand des Menschen, sondern es änderten sich auch seine Emotionen, sein Charak­ter sowie die Ereignisse, die mit ihm geschehen ­das, was wir Schicksal nennen. Somit stellt auf Feldebene der physische, emotionale und psychische Zustand des Menschen ein ein­heitliches Gebilde dar, bei dem eins mit dem anderen verbun­den ist. Damit lässt sich erklären, warum psychische und emotionale Ausbrüche einen so starken Einfluss auf den phy­sischen Zustand des Menschen ausüben können. Das heißt, bei der Heilung wirken wir nicht nur auf den Körper ein, son­dern in gewissem Maße auch auf die Emotionen und die Psy­che des Menschen. Umso gerechtfertigter ist der Umkehrschluss: Indem wir den Intellekt, die Psyche und die Emotionen des Menschen beeinflussen, wirken wir auf seinen physischen Zustand ein.

Im Jahr 1991 gelang mir eine Entdeckung, die Folgendes beinhaltet: Auf Energie­und Informationsebene stellen Eltern, Kinder und Enkel ein einheitliches Ganzes dar. Psyche, Emo­tionen und Verhalten der Eltern beeinflussen die Psyche, die Emotionen und den physischen Zustand der Kinder. Ändert man die Psyche der Eltern, so lässt sich der physische Zustand der Kinder ändern.

Die Forschungsergebnisse zeigten, dass der genetische Code nicht die Hauptquelle der Informationsweitergabe ist. Eine keineswegs geringere Rolle spielen in diesem Prozess die Ener­gie­und Informationsfelder. Davon ausgehend kann man von einem Feldgenotyp sprechen, der umfassender als der physische ist und neben Emotionen und Charakter sogar die Weltsicht ver­erbt. Das ermöglichte eine Verbindung zwischen Pädagogik, Psychiatrie, Physiologie und anderen Wissenschaften herzustellen, die den Menschen zum Forschungsgegenstand haben.

Faktisch ist es gelungen, den Mechanismus des Karmas zu enthüllen, der in unterschiedlichen Quellen erwähnt wird, doch dessen reale Erforschung bisher niemandem gelungen ist. Im Ergebnis jahrelanger Forschungen, die durch die phy­sische Heilung von Kranken Bestätigung fanden, wurde ein Mechanismus erkannt, der die Gedanken, die Emotionen und das Verhalten des Menschen mit seinen Krankheiten und den Krankheiten seiner Kinder in Zusammenhang bringt. Der Mensch hat nicht nur eine physische Hülle, sondern auch eine Feldhülle. Während für die physische Hülle räumliche Para­meter wichtig sind, sind es für die Feldhülle Zeitparameter. Der physische Körper umfasst den Raum, der Feldkörper die Zeit. Wenn der Mensch gewisse Handlungen begeht, Gedan­ken und Emotionen auf physischer Ebene realisiert, wirkt er auf seinen Zeitkörper ein, d.h. er beeinflusst durch sein Ver­halten und seine Emotionen schlichtweg seine Zukunft. Die Weltsicht des Menschen und seine Emotionen wirken auf sei­nen Zeitkörper stärker ein als auf seine physischen Handlun­gen. Hierin besteht der Mechanismus des Karmas, der in der einschlägigen Literatur annähernd so beschrieben wird. Davon ausgehend gewinnt die Arbeit mit Emotionen und die Herausbildung einer wahren und unverfälschten Weltsicht für das Überleben und die Entwicklung der Menschheit bei wei­tem größere Bedeutung als sämtliche Erfolge der modernen Medizin. Diese Forschungen gestatten es, das Wissen über den Menschen zu einem einheitlichen System zu vereinen, was seine Zukunftsperspektiven entsprechend vergrößern bzw. erst erschließen lässt.

Eifersucht

Die Informationen, die der Leser erhält, gebe ich prak­tisch jedem Patienten. Die Seele reagiert darauf wesentlich langsamer als unser Bewusstsein. Und um die Seele richtig zu orientieren, sind langwierige und quälende Anstrengungen erforderlich. Je verständlicher und gründlicher ich die Situa­tion darlege, umso leichter fällt es dem Patienten, aus ihr he­rauszukommen.

Ich lege also dem Kranken, der vor mir im Bett liegt, die Ursachen seiner Krankheit dar. Er hat ein schweres Hirntrauma. In letzter Zeit gab es heftigen Streit mit der Ehefrau, Kränkun­gen und Eifersucht. Da Eifersucht auf Hass beruht, wird der Kopf blockiert, d.h. es kommt zu Kopfverletzungen, Insulten, multipler Sklerose, Beeinträchtigungen des Gehörs und Seh­vermögens, Entzündungen des Nasenrachenraums, Krebs.

“Eifersucht und Aggression sind also die Ursache Ihrer großen Probleme. Ihrer Eifersucht liegt der Wunsch zugrunde, den geliebten Menschen und die Beziehungen zu ihm über die Liebe zu Gott zu stellen. Deshalb mussten gerade Men­schen, die Ihnen nahe stehen, Sie beleidigen, sich mit Ihnen verzanken und die Beziehungen zu Ihnen abbrechen. Da Sie das nicht akzeptieren konnten, hat sich bei Ihnen Aggression angestaut, die früher oder später zur Krankheit führen musste. Doch jetzt kommt das Wichtigste. Diese Aggression hätte fünfmal geringer sein können, doch in Ihrem Fall erfolgte der Ausbruch weitaus schneller als bei anderen. Der Grund dafür ist Ihre gewaltige Selbstsucht, deren Quelle die starke Bindung Ihrer Seele an Weisheit ist. Sie sind auf Weisheit orien­tiert und verurteilen die Leiter Ihres Unternehmens, weil sie unüberlegt handeln. Veranschaulichen wir die Situation am Beispiel eines Bootes, das über Steine schwimmt. Die Steine sind der Hang zum Geld, zu materiellen Gütern und einem glücklichen Schicksal. Bei geringer Selbstsucht ist der Was­serstand hoch, es besteht kaum Bodenberührung und die Ag­gression ist minimal. Krankheit ist daher nicht erforderlich. Doch große Selbstsucht bindet den Menschen an die Erde, der Wasserstand ist niedrig und die Steine schlagen das Boot leck. In den letzten zwei Jahren haben Sie sich innerlich über andere Menschen, insbesondere Ihre Vorgesetzten, beklagt, sich gekränkt gefühlt und unvernünftige Handlungen verur­teilt. Ihre Selbstsucht hat rasant zugenommen. Ihre Orientie­rung auf den geliebten Menschen und die Familie hat sich dementsprechend verstärkt. Um Ihnen eine Überlebenschance zu geben, musste sich Ihre Frau immer häufiger mit Ihnen streiten und Sie kränken. Das war die schonendste Variante, um Ihren Zustand zu normalisieren. Sie haben das nicht ak­zeptiert. Das heißt, nun muss es zu einer Krankheit oder einem Trauma kommen.”

“Ja”, stimmt der Patient bestürzt zu. “Das entspricht so ziemlich der Wahrheit.”

Er denkt konzentriert nach, dann fragt er:

“Ich muss also, um gesund zu werden, mein ganzes Leben überdenken und alles als gottgegeben akzeptieren? Ich werde das tun. Ich weiß nur nicht, wie ich mich bei der Arbeit verhalten soll. Wie kann ich diese ganze Dummheit und Idio­tie sehen und nichts tun?”

“Sie haben immer versucht, in Ihrer Arbeit nur ein Re­gime – rechts oder links ­gelten zu lassen. Man verschafft sich Kontrolle über die Situation, indem man sie zwar äußerlich nicht akzeptiert, sie bekämpft und sich unterordnet, innerlich aber akzeptiert. Äußerlich haben Sie Umgang mit den Men­schen, innerlich mit Gott. Ihr äußeres Handeln schlägt ins Ge­genteil um, wenn es nach innen übertragen wird. Wenn Ihr Widerstand gegen die Situation und Ihr Wunsch, ihr Ihren Wil­len aufzuzwingen, Ihnen auch äußerlich zu Gesundheit verhel­fen, so rufen sie innerlich Krankheit hervor. Früher wahrte der Mensch mehr oder weniger Harmonie, weil er von Kindheit an unter Bedingungen des Geistigen und Göttlichen erzogen wurde, d.h. ohne Hass und Aggression, und alles Bestehende als vernünftig akzeptierte. Wenn das Kind heranwuchs und vom Leben mit dem Gegenteil konfrontiert wurde, dann ließ der in­nerlich vorhandene edle Kern nicht zu, dass Aggression ein­drang. Das war spontane Dialektik. Doch jetzt wurde daraus eine Konzeption, die nur schwer zu akzeptieren ist.

Wissenschaftler haben beobachtet, was beim Kontakt von zwei Zivilisationen, zwei Völkern und zwei Stämmen passiert. Wie sich herausstellte, kommt es schnell zum Austausch von Gebrauchsgegenständen, Arbeits­und Produktionsmitteln. Wesentlich langsamer erfolgt der Austausch von Sitten und Gebräuchen, am schwierigsten ist der Austausch von Religio­nen und Überzeugungen. Religiöse Weltsicht ist die höchste Form der Abstrahierung vom Irdischen und dehnt sich auf Schichten des Geistes aus, der programmatisch das Universum umfasst und daher Masse besitzt und träge reagiert. Ich sage Ihnen das, damit Sie verstehen, dass Sie auf allen Ebenen die geistige Wahrnehmung der Welt gründlich umgestalten müs­sen, und das ist ein langsamer und schwieriger Prozess. Doch allein dieser Weg gestattet es Ihnen, die Probleme nicht zeitlich zu verschieben, sondern vollkommen zu beseitigen.”


In der Sprechstunde sagen meine Patienten oft: “Ich ver­halte mich doch jetzt richtig, warum bin ich dennoch krank?” Ich antworte:

“Stellen Sie sich vor, der Kapitän eines Schiffes ist einge­nickt und das Schiff hat sich gefährlich den Riffen genähert. Er wacht auf und sagt:,Die letzten fünf Minuten werde ich mich richtig verhalten, also muss alles gut enden.” Um Aggres­sion gegen Menschen zu beseitigen, müssen Sie begreifen, dass wir auf feiner Ebene alle vollkommen gleich sind ­es gibt keine Klugen und keine Dummköpfe, keine Missetäter und Heilige, keine Reichen und Armen. Unterschiede gibt es nur in der obe­ren Schicht, und sie ändern sich sinuswellenartig. Die kom­munistische Idee versuchte, dem Volk innerlich und äußerlich Liebe zu allem aufzuzwingen, und die Liebe verwandelte sich in Hass. Das lag nicht an den Menschen, eine unvollkommene Idee und eine unvollkommene Konzeption fordern tausendmal mehr Opfer als jede Missetat. Und eine unvollkommene Kon­zeption ist die Folge von unzulänglicher Entwicklung des Gei­stes. Wenn daher die Menschheit in nächster Zeit nicht festschreibt, dass die Geisteswerte in Wirtschaft, Politik, Wis­senschaft, Kunst, Pädagogik, Medizin und anderen Sphären menschlicher Tätigkeit Priorität haben, kommen immer mäch­tigere Zwangsmechanismen zum Einsatz.”


Ich setze das Gespräch mit dem Patienten fort: “Ich habe Ihnen gesagt, dass Sie die Beziehungen zu dem geliebten Menschen über Gott gestellt haben, und das ruft große Pro­bleme hervor. Ihre enge Bindung an nahe stehende und ge­liebte Menschen kam über Kränkungen, Verurteilungen und Eifersucht zustande. Doch in Ihrem Fall gibt es noch einen gefährlichen Aspekt ­das ist die Verachtung von Frauen. Ver­achtung ruft unvermeidlich Verurteilung hervor. Es gibt da einen Ausspruch:,Ein Huhn ist kein Vogel, und eine Frau ist kein Mensch.” Ihre innere Einstellung zu den Frauen ist dem­entsprechend. Wenn Sie einen Geizigen oder einen Ver­schwender verurteilen, dann hängt Ihre Seele am Geld, und Sie werden deshalb kein Geld haben. Wenn Sie sich verächt­lich und hochmütig zu Frauen verhalten, werden Sie niemals gute Beziehungen zu ihnen haben. Alles entwickelt sich dia­lektisch. Der Mann erhält eine Mutter, aus deren Bauch er ge­boren wird und von der er in großem Maße auf physischer Ebene abhängig ist, und einen Vater, der körperlichen Abstand wahrt und von dem er mehr auf Geistesebene abhängig ist. Die Entwicklung des Geistigen ist ohne Entwicklung des Phy­sischen nicht möglich, deshalb ist auch die Geburt des Men­schen dementsprechend bedingt. Die Menschheit wurde von der Erde geboren, von der wir physisch abhängig sind, und erwiesenermaßen ist das Energiefeld der Frauen identisch mit dem Energiefeld der Erde, und das Energiefeld der Männer ist identisch mit dem Energiefeld der Sonne, und die Mensch­heit ist in der Atmosphäre der Erde über dem Südpol entstan­den. Ein Mensch, der die Frau verachtet, verachtet die Erde und alles Irdische, und diese Verachtung und Verurteilung fi­xiert uns auf das, was wir verurteilen. Die mächtige Bindung an die Erde aktiviert den Verfallsprozess im physischen Kör­per. Deshalb unterliegt ein Mann, der Frauen verachtet, phy­sischer Degeneration, wird krank und altert schneller als normalerweise. Die Ethik eines Mannes wird in vielerlei Hin­sicht von seiner Haltung zur Frau bestimmt. Deshalb”, wende ich mich an den Patienten, „ überdenken Sie wiederholt Ihr ganzes Leben und ändern Sie die Haltung zu Frauen und zu Situationen, die mit ihnen verbunden sind.”

Es herrscht Schweigen. Meine Informationen sind schwer zu begreifen, weil ich geringste Kleinigkeiten mit kos­mischen Erscheinungen verbinde. Die Information ist eine Konstruktion, und um sie aufzunehmen, muss man kontrol­liert seine Geistesstrukturen ändern, genau genommen zerstö­ren. Hieraus folgt, dass eine allzu große Informationsmenge, die nicht präzise orientiert ist, die Psyche, die Gesundheit und das Leben des Patienten zerrütten kann. Deshalb bin ich be­müht, auf alle vom Patienten gestellten Fragen zu antworten. Manchmal verwandelt sich die Sitzung in eine richtiggehende Diskussion, wie in diesem Fall.

“Gut”, lächelt der Patient. “Sie sagen, dass ich mich, wenn ich das Irdische verurteile, an die Erde, an das Irdische binde und meine Aggression zunimmt. Deshalb kann ich krank werden. Können Sie mir, außer meinem Beispiel, ein weiteres nennen?”

“Gestern Abend rief mich eine Bekannte an. Sie leidet unter starken Atembeschwerden, wiederholt wurden Notärzte gerufen, doch nichts konnte ihr helfen. Nun rief sie mich an. Ich sagte ihr, dass bei ihr die Orientierung auf den Körper und auf Beziehungen gewachsen sei und die Aggression stark zugenommen habe.

Nach einer Stunde rief sie erneut an. Sie sagte, dass es ihr nicht besser gehe, obwohl sie sich bemüht habe, alle Krän­kungen und Vorwürfe gegen Männer zu beseitigen.

,Manchmal verbringe ich den Urlaub bei einer Freundin, und wenn ich zu ihr fahre, verschlechtert sich mein Zustand. Hängt das vielleicht mit ihr zusammen?”

,Ist Ihre Freundin hübsch?”

,Ja, sehr. Warum fragen Sie danach?”

,Es handelt sich darum, dass die Seele der Freundin auf den Körper, das körperliche Vergnügen, Sex und ihre Schön­heit fixiert ist. Innerlich verachtet sie alle Männer und hasst diejenigen, die die Beziehungen zu ihr abgebrochen haben. Sie haben die Freundin wegen ihres falschen Verhaltens ge­genüber Männern verurteilt und einen Anteil ihres Unreinen und ihrer Aggression übernommen. Überdenken Sie Ihr gan­zes Leben und beseitigen Sie die Vorwürfe gegen Männer. Dann beten Sie und bitten Sie um Vergebung dafür, dass Sie die Freundin verurteilt haben.””

“Gut”, sagt der Patient. “Der Mensch hat zwei Wege, die ihn mit Gott verbinden. Auf dem mystischen Weg gelangt er von Gott auf die Erde ­das ist die östliche Denkweise. Oder er steigt Stufe um Stufe von der Erde zum Geistigen und Gött­lichen auf ­das ist die westliche Denkweise.”

“Die Menschen der Urgesellschaft waren auf materielle Güter, die sie sehen konnten, fixiert, d.h. auf die erste Ebene des Irdischen. Sie verlagerten dann den Schwerpunkt auf die zweite Ebene ­die Beziehungen zwischen den Menschen, das Pflichtgefühl und die Stellung in der Gesellschaft. Die Zeit verging, das Energiefeld verstärkte sich und die ethischen Menschen erhoben sich über die zweite Ebene, d.h. sie wur­den nicht mehr aggressiv, wenn die zweite Ebene zerstört wurde, weil sich ihr Bewusstsein auf geistige Werte höherer Ordnung orientiert hatte.”

“Sagen Sie, und worauf muss der Schwerpunkt des Be­wusstseins verlagert werden, um sich auch über die dritte Ebene zu erheben und zur nächsten zu gelangen?” Ich lächle.

“Am besten ist es, den Schwerpunkt auf die Liebe zu Gott zu setzen. Die nächste Ebene, die der dritten folgt, nenne ich, Orte göttlicher Vorbestimmung’. Das ist aber meine eigene Terminologie. Um es anders auszudrücken. Ihr Schicksal muss völlig zerbrechen, um Sie von Abhängigkeiten aller Art zu befreien, d.h. Sie von allem Irdischen loszulösen. Jeder Mensch verfügt über göttliche Strukturen, die jedoch prak­tisch bei keinem arbeiten. Doch wenn Ihr Schicksal zerbricht und Sie sich an diese Strukturen klammern, dann leben sie auf und beginnen zu arbeiten.”

“Verzeihen Sie, könnten Sie das allgemein verständlich erklären, auf irgendeine Situation beziehen?”

“Natürlich”, stimme ich zu. “Diese Strukturen werden dann aktiviert, wenn Sie, obwohl Ihr Schicksal völlig zer­bricht, den Glauben an Gott nicht verlieren. Bei einem Atheisten kann sich das in dem Glauben an die Vernunft und Har­monie der Welt offenbaren. Wenn Sie in schweren kritischen Minuten sagen, Ich glaube nicht an höchste Gerechtigkeit, es gibt keine Wahrheit auf dieser Welt’, wenn Sie sagen, Ich glaube nicht an Edelsinn und höchste Gefühle der Menschen’, dann verlieren Sie den Glauben und sagen sich von Ihren höchsten Geistesstrukturen, den Strukturen des göttlichen Va­ters, los. Diese Position verstümmelt die Seelen der Nach­kommen besonders stark.” Es entsteht erneut eine Pause, wir beide schweigen längere Zeit.

“Das heißt, innerlich muss ich Umgang mit Gott und äu­ßerlich mit den Menschen haben. Wenn in meinem Bewusst­sein früher das Streben nur zur Erde oder nur zu Gott war, so muss das jetzt alles gleichzeitig stattfinden. Sagen Sie, wie sind diese beiden entgegengesetzten Denkweisen auf der Erde zustande gekommen?”

“Das Wissen, das die Menschheit erworben hat, hat sie immer stärker an die Erde gebunden. Nachdem diese Prozesse ein bestimmtes Niveau im Karma der Menschheit erreicht hat­ten, musste der Gegenprozess einsetzen ­die Lossagung vom Irdischen. Um sich jedoch von allem Irdischen und vom Kör­per, der den Menschen mit der Erde verbindet, loszusagen, muss der Körper zur Ruhe kommen und Schutz finden. Das konnte er auf einem Territorium, das Verbindung zu anderen Völkern und Zivilisationen hatte und gleichzeitig vor ständi­gen Angriffen, Kriegen und Kataklysmen sicher war. Es gab einige solcher Orte auf der Erde, unter denen Indien die Hauptrolle zufiel. Indien ähnelt einer Flasche, deren verengter Hals in Richtung Mittelmeer zeigt. Indem im Mittelmeerraum die ständige Zerstörung der Form und zur gleichen Zeit in In­dien die Kristallisierung des Inhalts stattfanden, wurde die Grundlage für eine neue Philosophie geschaffen, die sich voll­kommen von allem Irdischen lossagen und alle Kräfte auf die eistesstrukturen des Menschen richten konnte.,Töte in dir alle irdischen Wünsche, zerstöre alles Irdische in dir, dann wirst du mit Gott sein’ ­das ist das Prinzip der östlichen Philosophie. Gerade in einem Land mit heißem Klima und Nahrungsüber­fluss, in dem alles Irdische ignoriert wurde, gab das großen Menschengruppen einen Impuls zur Entwicklung des Geistes. Doch das angesammelte Geistespotential musste sich unver­meidlich in materiellen Strukturen realisieren. Es musste eine entgegengesetzte Philosophie, bei der das Irdische absoluten Vorrang hat, entstehen. Das war dann der Materialismus.

Ein Mensch, der das Irdische verachtet, wird von ihm ab­hängig und beginnt es zu verehren. Ein Mensch, der die Frau verachtet, wird früher oder später gezwungen, vor ihr nieder­zuknien. So konnte der wahre Materialismus nur auf dem Ter­ritorium Indiens und Tibets als Folge des Idealismus geboren werden. Nachdem die beiden Philosophien begonnen hatten zusammenzuwirken, mussten sie neue Religionen und neue philosophische Strömungen schaffen, in denen sie sich bereits indirekt vereinen mussten. Das waren die Anfänge einer neuen Weltsicht, die aus dem, Flaschenhals’ nach Palästina und in den Mittelmeerraum vordrang. Aus diesem Potential entstanden die Weltreligionen, zu denen sich heute die Mehr­heit der Menschheit bekennt. Auf der Erde fand ein Erneue­rungs-, Formierungs­und Vereinigungsprozess auf Geistesebene statt. Die Vereinigung der beiden entgegenge­setzten Tendenzen Ende des zweiten Jahrtausends unserer Zeitrechnung begründet eine neue Theorie und Konzeption, in der sich Wissenschaft und Religion, Materialismus und Idealismus, kosmisches und irdischen Denken vereinen. Das Vordringen der Menschheit in den Kosmos und ihre Existenz im Kosmos sind ohne eine Weltauffassung, die dieser Philo­sophie entspricht, nicht möglich.”

Ich beende das Gespräch und betrachte die Feldstrukturen des Patienten. Ich sehe wesentliche Besserungen. Für heute reicht es. Die Sitzung kann beendet werden. Wir verab­schieden uns.


Am Telefon berichtet eine Frau mit versagender Stimme von einem Unglück, das ihr passiert ist.

“In unserer Familie herrscht Zank und Streit, und unsere Tochter und ihr Mann haben große Probleme. Und plötzlich geschieht ein großes Unglück. Die Enkelin ist zu einem schö­nen und gesunden Kind herangewachsen, war praktisch vier Jahre niemals krank, doch nun hat sie völlig überraschend einen Insult, eine Hirnblutung, und liegt im Sterben. Die Ärzte haben dafür keine Erklärung.”

Das Feld des Mädchens schließt sich wirklich, ein starker Verfall im Kopfbereich liegt vor, die bewusste und die unter­bewusste Aggression übertreffen das lebensbedrohende Ni­veau um das Zweifache. Die Ursache ist Hass, und dem Hass liegt Eifersucht zugrunde. Die Ursache der Eifersucht ist der geliebte Mensch, die Familie ist zum Hauptziel, Sinn und Glück des Lebens geworden. Die Situation wird noch dadurch erschwert, dass die Eifersucht einige Generationen auf müt­terlicher und väterlicher Linie zurückreicht. Mit drei bis fünf Jahren wird der Mensch in alle irdischen Probleme einbezo­gen, deshalb fällt es einem Kind, das an das Irdische gebunden ist, schwerer, in Balance zu bleiben. Und in dieser Periode ist das Feld des Mädchens dem Feld des künftigen Ehemannes begegnet. Das bisher schlafende Programm wurde geweckt, und sofort erfolgte die Blockierung. Die Natur ist weise, und der Tod des Kindes in diesem Leben ermöglicht ihm, sich im nächsten Leben normal zu entwickeln. Im Unterbewusstsein wird gespeichert: Eifersucht ­das ist der Tod.

Im ersten Buch habe ich geschrieben, dass die Eltern auf die Kinder einwirken. Doch auch die Kinder können den

Eltern schaden, allerdings auf feinerer und tieferer Ebene. Deshalb geht die Bestrafung auf das nächste Leben über. Jede Handlung ruft eine Gegenhandlung hervor, nur können wir diesen Mechanismus nicht immer sehen und begreifen.


Ich unterhalte mich in der Küche mit einem Mann.

“Im Leben bekommt man alles zurück, das habe ich am eigenen Leib zu spüren bekommen. In meiner Jugend habe ich ein Mädchen geliebt, doch ein anderer hat sie mir ausge­spannt. Ich habe einige Schurken angeheuert, die den Rivalen übel zugerichtet haben. Sie riefen mich danach an und fragten:

,Sollen wir ihm etwas abschneiden?” Ich war erschrocken und bat sie, das nicht zu tun. Aus dem Mädchen und mir wurde dann doch kein Paar. Und nun schau, was mir passiert ist.” Er zieht sein Hemd aus, und ich sehe auf seinem Rücken entlang der Wirbelsäule eine lange Naht. “Ich hatte einen Bandschei­benvorfall. Man hätte mir die Beine amputieren können, doch Gott war mir gnädig. Es fand sich ein hervorragender Chirurg. Ich kann nun wieder laufen, aber bisher habe ich kein norma­les Privatleben.”

“Alles hat seinen Grund”, sage ich. “Infarkte, Osteochon­drosen und Wirbelsäulenfrakturen treten nicht nur deshalb auf, weil du dich gekränkt fühlst, sondern auch deshalb, weil du andere kränkst. Wenn du zugestimmt hättest, den anderen zu verstümmeln, dann würdest du jetzt mit gelähmten Beinen daniederliegen, und in der nächsten Verkörperung hättest du weder Gesundheit noch Privatleben. Mir hat man von einem Mann erzählt, der bei seiner Heimkehr erfuhr, dass ihn seine Frau betrogen hatte. Er tötete sie. Er erhielt dafür zehn Jahre. Ich habe betrachtet, was mit ihm im nächsten Leben gesche­hen wird. Die gewaltige unterbewusste Aggression gegen Frauen, die sich bei ihm im Unterbewusstsein eingeprägt hat, wird sich im nächsten Leben auflösen, und von dem erbitterten und aggressiven Menschen bleibt keine Spur übrig. Er wird ein bescheidener und schüchterner Mann sein, der gede­mütigt und beleidigt, von Frauen verlassen und betrogen wird. Er wird die ganze Aggression gegen sich selbst richten, sich von der ganzen Welt gekränkt und gedemütigt fühlen, d.h. es kommt bei ihm Lebensunlust auf. Allmählich wird er impo­tent, danach entsteht wahrscheinlich Prostatakrebs. Dann stirbt er, und so geschieht es mehrere Leben hintereinander in Abhängigkeit davon, wie sehr er die Liebe in dem anderen Menschen und in sich getötet hat. Das passiert so lange, bis das Gefühl der Liebe für ihn heilig wird und er aufhört, es zu bekämpfen. Erst dann wird ihm irdisches Glück beschert. Und wenn das Gefühl der Liebe zu Gott für ihn Ziel und Sinn des Lebens wird, und alles Irdische nur ein Mittel zur Vergröße­rung dieser Liebe, dann wird ihm gestattet, irdisches Glück in vollem Maße zu genießen.”


Ich erinnerte mich an dieses Gespräch, als ich ein kleines Mädchen sah, das einem Engel glich. Die Mutter bat mich, ihre sechsjährige Tochter zu betrachten.

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