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Karma-Diagnostik

Бесплатный фрагмент - Karma-Diagnostik

Buch 1. Das System der Feldselbstregulierung


Объем:
200 стр.
Возрастное ограничение:
16+
ISBN:
978-5-4483-4324-7

Vorwort

Bevor Sie, verehrte Leserin, verehrter Leser, mit der Lektüre beginnen, sollten Sie Ihre Gefühlslage prüfen. Ich emp fehle Ihnen, das vorliegende Buch bes ser nicht zu lesen, wenn Sie Gefühle wie Kränkung, Verärgerung oder sonstige negativen Emotionen – gleichgültig, wem gegenüber – empfinden.

Vor Ihnen liegt keineswegs nur ein weiteres Buch zu einem aktuellen, allerseits beliebten Thema. Vielmehr handelt sich hier im Grunde genommen um die Darlegung eines Konzepts zur Erfassung der Gesetze der geistigen Welt, welche die ma­terielle Welt steuert. Darüber hinaus möchte ich Möglichkeiten aufzeigen, die uns die Welt der Bioenergetik erschließen lassen. Das Buch setzt sich zum Ziel, die Gesetze der inneren und äußeren Welt des Menschen aufzuzeigen und jene Mechanis­men zu studieren und zu enträtseln, die für diese Welten maß­gebend und bestimmend sind. Erst im Anschluss daran möchte ich die Regeln zum Eintritt in die Welt der Bioenergetik darle­gen, denn zweifellos muss die Vervollkommnung des Men­schen mit der Erkenntnis der Welt, dem Verständnis ihrer Gesetze und dem Begreifen der eigenen Person als Teil eines einheitlichen Systems – der Schöpfung – beginnen.

Die heutige Menschheit hat sich weit von ihren geistigen Urquellen entfernt. Sie ähnelt heute einem Schiff, dessen Mannschaft zerstritten und der Kapitän abwesend ist, während es leckgeschlagen ist und ferner einen Motorschaden aufweist. Ein Teil der Mannschaft hat dies bereits begriffen und dazu auf­gerufen, sich zu versöhnen und das Schiff zu reparieren. Doch das größte Problem – das noch niemand wirklich bemerkt hat – besteht darin, dass das Schiff auf Riffe zusteuert und ohne Kursänderung selbst eine Reparatur des Motors die Situation nicht retten können wird.

Die Menschheit steht gegenwärtig vor einer Gefahr, die als weitaus bedrohlicher als etwa die atomare Gefahr einzu­schätzen ist; es ist die Gefahr des geistigen Verfalls. Die ge­fährlichsten Verluste sind diejenigen, die wir nicht bemerken; so tritt etwa der Tod zuerst auf der Ebene des energetischen Fel­des und erst dann auf der Ebene des physischen Körpers ein. Dieser Prozess nähert sich momentan einem kritischen Punkt, da wir davon ausgehen müssen, dass das, was heute unseren geistigen Zustand ausmacht, sich morgen und übermorgen auf der körperlichen Ebene unserer Kinder und Enkelkinder mani­festieren wird. Das heißt also: Je unzulänglicher unser geistiger Zustand heute ist, desto schlechter wird – sowohl der geistige, als auch der körperliche – Gesundheitszustand unserer Nach­kommen sein.

Die Ergebnisse meiner Untersuchungen der menschlichen Energieinformationsfeldstrukturen sind überaus besorgniserre­gend. Das von Heiligen, Hellsehern und den Begründern der Weltreligionen über Jahrhunderte hinweg angesammelte geis­tige Potential scheint gegenwärtig nahezu vollständig aufge­braucht zu sein, während das bislang unterentwickelte strategische Denken eine große Gefahr in sich birgt. Die im­mensen Möglichkeiten der Bioenergetik werden nicht für das Begreifen der Welt und die Antizipierung künftiger Probleme, sondern für die Lösung primitiver taktischer, augenblicklicher Schwierigkeiten verwendet. Die Menschheit nähert sich einer Schwelle, hinter der sie entweder eine geistige Renaissance oder der Untergang erwartet. Rettung kann es nur geben, wenn sich jeder Mensch auf geistige Suche begibt und sich die Er­kenntnis durchsetzt, dass jeder einzelne von uns für das Schick­sal der Menschheit und für das Leben im Universum mitverantwortlich ist.

Stellen Sie sich einmal folgende Szene vor: Man setzt je­manden, der das Autofahren erlernen möchte, in einen Wagen, verbindet ihm die Augen, legt seine Hände aufs Lenkrad und erklärt ihm, wie Gas gegeben wird – damit ist die Unterweisung auch schon beendet. Das entspricht in etwa dem jetzigen Wis­sensstand auf dem Gebiet der Bioenergetik, den man sich in kürzester Zeit und für nicht gerade wenig Geld in zahlreichen esoterischen Schulen aneignen kann. Diese Schulen unterschei­den sich voneinander lediglich durch den «Autohersteller» und die «Motorleistung». Will man aber das Autofahren wirklich beherrschen, ist es ratsam, zunächst mit dem Erlernen der Ver­kehrsregeln und der Funktionsweise des Wagens zu beginnen. Ohne Verständnis für die Welt, in der wir leben, ohne Kenntnis seiner selbst und ohne gründliche Vorbereitung kann die Beschäftigung mit Bioenergetik noch um einiges gefährli­cher sein als eine Autofahrt mit verbundenen Augen. Gerade deshalb ist dieses Buch den Verhaltensregeln auf der geistigen Ebene gewidmet.

Eine weitere Vorwarnung: Um dem Thema gerecht zu wer­den, werde ich einen Teil meiner Erkenntnisse über die Tech­niken des Eindringens in Feldstrukturen preisgeben müssen. Ich rate den Lesern jedoch ausdrücklich davon ab, diese zu praktizieren, da dies nicht nur für jene gefährlich ist, die leicht­fertig versuchen, meine Experimente nachzuahmen, sondern auch unweigerlich deren Verwandte in Gefahr bringt. Damit sollte sich ausschließlich ein sehr begrenzter Kreis von Perso­nen beschäftigen, die über bestimmte Dispositionen verfügen und eine ernsthafte Vorbereitung durchlaufen haben.

Zu guter Letzt möchte ich Sie darauf hinweisen, dass Sie in diesem Buch möglicherweise völlig unerwartete und neuar­tige Informationen antreffen werden, die Sie an Szenen aus einer Phantasiewelt erinnern könnten. Ich selbst betrachte mich jedenfalls als Forscher, und wie unwahrscheinlich Ihnen die an­geführten Fakten und Schlussfolgerungen auch erscheinen mögen – diese spiegeln lediglich unsere heutige Wirklichkeit wider, wie sie von den Ergebnissen meiner Arbeit vielfach überprüft und bestätigt wurde.

Der Autor

Ich beschloss, mit der Bioenergetik ein für allemal Schluss zu machen, nachdem ich erkannt hatte, dass die weitere Arbeit perspektivlos war. Ich war nicht von den klassischen Arbeits­prinzipien heutiger Wunderheiler abgewichen, doch ich musste feststellen, nachdem ich einige Tage unter Überlastung gear­beitet hatte, dass die Methoden der Energiezufuhr und der kon­taktlosen Massage keine Perspektive hatten. Sie brachten nicht die Heilung, nach der ich das ganze Leben gestrebt hatte. Ich konnte durch Willenskraft in Fernbehandlung heilen, be­herrschte alle Formen der Punktmassage, kannte erfolgreiche Methoden der Heilung durch Atemtechniken und Diäternäh­rung. Doch ich begriff, dass all diese Methoden nur Linderung bringen, den Menschen aber nicht heilen können.

Die Ärztin, mit der ich damals zusammenarbeitete, wollte mich moralisch aufbauen. Sie bat mich, keine voreiligen Schlüsse zu ziehen, ich sollte mich erst einmal erholen und alles nochmals überdenken. Zu dieser Zeit lud uns ein Krankenhaus­arzt aus der Siedlung Wosnessenje ein, bei ihm über Ostern aus­zuspannen. Das kam mir sehr gelegen, und ich dachte, dass ich, nachdem ich mich erholt und die Situation durchdacht haben würde, eine Entscheidung treffen könnte. Im Unterbewusstsein hoffte ich auf ein Zeichen, ob es meine Pflicht war, die Arbeit fortzusetzen, und ich einen Ausweg finden könnte.

Wir fuhren zu einer Siedlung am Onegasee, wo wir eine gut erhaltene Holzkirche aus dem sechzehnten Jahrhundert be­sichtigten. Der Ostertag war wunderbar, mit einem schnellen Wetterumschlag: Es schneite, dann regnete es, und plötzlich er­schien direkt über uns ein Regenbogen. Ich badete ausgiebig im See, fühlte mich erfrischt und kam zu der Überzeugung, dass ich die Arbeit fortsetzen sollte. Doch ich musste eine Methode finden, die es ermöglichte, den Menschen ohne jegliche Ein­wirkung auf sein Energiefeld zu heilen. Und so begann ich, nach ihr zu suchen.

Ich versuchte, auf die mir sichtbaren Karmastrukturen über den Menschen selbst einzuwirken. Wenn ich die Ursachen für die Deformation der Karmastrukturen gefunden hatte, erklärte ich sie dem Patienten. Ich verzichtete vollkommen auf die Ein­wirkung mit den Händen. Das war eine qualvolle Periode, weil ich die Methode anfangs schlecht beherrschte und die Ergeb­nisse der Einwirkung wesentlich schwächer waren als bei der Behandlung mit den Händen. Ich brauchte einige Monate zur Vervollkommnung der Methode, und allmählich zeigten sich Ergebnisse, die ich bei der Behandlung mit den Händen niemals erreicht hatte. Da verstand ich, dass diese Methode Zukunft hat und es vor allem erforderlich ist, die Ursachen der Deformation der Karmastrukturen zu finden, sie zu untersuchen, die Infor­mationen zu studieren und an die Menschen weiterzugeben – heilen konnte ich Hunderte, aber die Erkenntnis der Krankheits­ursachen und des Wegs, sie zu überwinden, konnte ich Millionen vermitteln. Von diesem Augenblick an wurde ich Forscher, ein­zig und allein Forscher. Der während der Heilung aufgetretene Vampirismus ließ mich erkennen, dass der Ausbruch einer Krankheit mit einer Verletzung der Gesetze der Ethik verbunden ist, deshalb muss die Heilung auf die Erkenntnis dieser Verlet­zungen und die Veränderung der Weltanschauung des Menschen gerichtet sein. Die Krankheit ist der Mechanismus zur Entwick­lung des Geistes. Informationen darüber sind uns seit langem bekannt, auch wenn wir diese für eine gewisse Zeit vergessen haben. Sie sind vor vielen Jahrhunderten in den Heiligen Schrif­ten dargelegt worden. Die Hauptsache ist, die eigenen Fehler zu verstehen und zu erkennen sowie durch Reue wieder Harmonie mit dem Universum und dem Göttlichen herzustellen.

Wenn ich die Karmastrukturen des Menschen sehe, kann ich einschätzen, wie sich bei ihm unterschiedliche Heilbehand­lungen auswirken werden. Ich sehe, wie sich die physische und die Feldstruktur des Menschen bei der Erkenntnis seiner Hand­lungen ändern, denn der Körper hängt vom Geist ab und wirkt gleichzeitig auf den Geist ein. Deshalb muss die Heilung sowohl auf den Körper als auch auf den Geist gerichtet sein. Vor allem auf die Seele und den Geist, denn diese sind am Wichtigsten.

Die Beseitigung von Deformationen der Feldstrukturen durch Erkenntnis und Reue führt zu hervorragenden Ergebnis­sen bei der Wiederherstellung der Gesundheit des Menschen auf physischer Ebene. Und da zwischen dem Auftreten von Felddeformationen und dem Ausbruch der Krankheit auf phy­sischer Ebene eine bestimmte Zeit vergeht, ist die Methode für die Frühdiagnostik unersetzlich.

Jeder einzelne Behandlungsfall war für mich ein Versuch, zum Wesen der Krankheit vorzudringen und zu verstehen, was die Krankheit ausmacht, was ihre Ursache ist und welche Rolle sie im Leben des Menschen spielt. Dazu untersuchte ich das menschliche Feld mit den Händen, mit der Rute und mit dem Pendel.

1986 lernte ich einen Wissenschaftler, der ein universi­täres Labor für biodynamische Messungen leitete, kennen. Eine besondere Leistung seiner Methode besteht darin, dass er für die medizinische Diagnostik erfolgreich die Methode des sog. automatischen Schreibens – des Ablesens von Infor­mation aus dem Unterbewusstsein – benutzte und eine hohe Genauigkeit sowohl in der Fern­als auch in der Kontakt­schnelldiagnose der physischen Felder des Objekts erzielte. In der Arbeitsmethode Poljakows fand ich, was für mich am wichtigsten war: An erster Stelle stand die Diagnostik, erst dann kam die Einwirkung.

Nachdem ich das automatische Schreiben erlernt hatte, versuchte ich einige Zeit dennoch, die Krankheit selbst und nicht die Ursachen ihrer Entstehung zu untersuchen, und suchte beharrlich nach Informationsfeldern. Gegen Ende 1990 war ich schließlich überzeugt, dass die Verletzung der Feldstrukturen die Ursache von Erkrankungen ist und dass nicht das kranke Organ, sondern das Feld geheilt werden muss. Die philosophi­schen Lehren des Fernen Ostens bestätigen, was ich immer schon im Unterbewusstsein gespürt hatte: dass die mit unserem Geist verbundenen feinen Feldstrukturen die Grundlage bilden. Ich sah Felddeformationen, die den physischen Zustand des Menschen beeinflussen, sah Informationsstrukturen, die bei verschiedenen Krankheiten entstehen, und erreichte, indem ich auf sie einwirkte und sie korrigierte, nicht nur eine Änderung des physischen Zustands, sondern auch anderer Parameter des Informations­und Energiesystems des Menschen. Allmählich formten sich die Elemente eines Systems heraus, das es mög­lich machte, sehr starke Einwirkung auszuüben und nicht nur vorhandene, sondern auch künftige Krankheiten zu heilen, denn die Deformation der Feldstrukturen beginnt fünf bis zehn Jahre vor dem Ausbruch der Krankheit auf physischer Ebene.

Seitdem ich mich davon überzeugt hatte, dass Felddefor­mationen verschiedene Abweichungen auf physischer Ebene hervorrufen, war es für mich tabu, auf sie über das Energiefeld einzuwirken. Meine Aufgabe besteht in der präzisen Diagnostik und der Befähigung, die Situation zu analysieren und den ur­sächlichen Grund zu finden. Die Krankheit ist ein Warnsignal für ein falsches Verhalten des Menschen. Wir betrachten sie immer als Katastrophe und versuchen, sie zu bekämpfen. Doch die Krankheit ist faktisch eine Warnung vor Fehlern und dient der Rettung. Der Mensch, der krank ist und sich quält, muss seine Fehler erkennen, sich geistig vervollkommnen und nach neuen Entwicklungswegen suchen. Diese Erkenntnis veranlasste mich, die ethischen Parameter des Menschen zu studieren.

Meine Methode der Untersuchung des Karmas kann man «graphisches Hellsehen» nennen. Ich sehe nicht die Ereignisse selbst, sondern vielmehr die Gesetze, die verletzt wurden. Ich sehe in abstrakter Form, was geschehen ist. Da ich um die Ab­hängigkeit des Menschen von seiner Feldstruktur wusste, ana­lysierte ich die Verbindungen zwischen Verhalten, ethischen Richtlinien, Gesundheit und Form der Strukturdeformation, und heilte mittels der Erkenntnis dieser Verletzungen. Ich ver­wendete die klassische Vorstellung vom Karma und war der Meinung, dass der Mensch in früheren Leben gegen etwas ver­stoßen hatte und aufgrund dessen jetzt erkrankt sei. Da die Be­trachtung aller früheren Leben eines Menschen sehr kompliziert ist, begnügte ich mich mit der Betrachtung eines einzigen Le­bens, und der Effekt war besser als bei der Einwirkung mit den Händen. Allerdings gab es gewisse Feinheiten. Als man ein schwerkrankes, erst wenige Monate altes Kind zu mir brachte, hätte ich natürlich leicht sagen können, dass es im früheren Leben gesündigt hatte und jetzt dafür büßen musste. Doch als ich sah, dass die Deformation der Feldstrukturen des Kindes mit der Deformation der Feldstrukturen der Mutter überein­stimmte, drängte sich mir der Schluss auf, dass die Feldstruk­turen von den Eltern an die Kinder weitergegeben wurden.

Das war die Entdeckung eines neuen Mechanismus der Weitergabe von Erbinformation. Als ich die Felddeformationen der Mutter korrigierte, wurde das Kind zusehends gesund. Ich verstand, wie sehr die Gesundheit des Kindes vom Verhalten der Mutter abhängt, besonders in den letzten Monaten vor der Geburt. Starker Hass, der während der Schwangerschaft ver­spürt wurde, ist in der Regel die Ursache für das Trauma des Kindes oder für die Erkrankung von Organen im Kopf, wie z.

B. Sehstörungen und Hörschäden. Empfand die Mutter das Ge­fühl schwerer Kränkung, wird das Kind sehr sensibel. Das Ver­halten der Mutter bestimmt das Schicksal und die Gesundheit des werdenden Menschen. Der väterlichen Linie hatte ich an­fangs keine Bedeutung beigemessen, doch dann erkannte ich, dass für Körper und Geist des Kindes sowohl die Mutter, als auch der Vater gleichermaßen verantwortlich sind. Die Eltern geben an die Kinder absolut alle Informationen über ihr Ver­halten und das Verhalten ihrer Vorfahren weiter, und aus diesen Informationen bildet sich das Schicksal des Kindes, sein Kör­per, sein Charakter und seine Ethik heraus.

Meine Studien bestätigen mit jedem Testergebnis diese Einheit der Umwelt, der lebenden und unbelebten Natur, der niedrigsten und höchsten Organismen immer deutlicher. Ich muss sagen, dass ich dies immer gefühlt habe, und alles, was ringsum geschah, diese Einheit oft bekräftigt hatte.

Meine Kindheit verbrachte ich am Ufer des Asowschen Meers. Ich beobachtete einmal, wie im seichten Wasser Jung­fische herumtollten, in Schwärmen aus dem Wasser auftauchten und tanzten, wobei sie in vertikaler Stellung auf ihrer Schwanz­flosse über die Wasseroberfläche dahinglitten. So ausgelassen können nur Kinder vernunftbegabter Wesen, die uns unbekannt und unverständlich sind, sein.

Beim Angeln hatte ich einmal Gelegenheit, einen «Selbstmör­der-Fisch» zu beobachten. Als ich ans Ufer kam, sah ich in Was­sernähe einen kleinen Fisch liegen, der schwer atmete. Ich wollte ihn ins Wasser legen, doch er sprang plötzlich davon, sein Schup­pen blitzte auf und er verschwand im Fluss. Nach einigen Minuten sprang er erneut ans Ufer, dann wieder zurück ins Wasser.

Ich war erstaunt und beobachtete ihn. Es war immer der­selbe Fisch, der sich auf diese seltsame Weise seine Umwelt erschließen wollte. Er sprang hartnäckig ans Ufer und dann zu­rück in den Fluss, wobei er sein Leben riskierte, denn die Kraft, um ins Wasser zurückzukehren, hätte ihn verlassen oder er hätte irrtümlich in die falsche Richtung springen können. Doch der Fisch sprang weiter und beging keinen Fehler.

Und wer von uns hat denn noch nie die Warnhaltung von Tieren wahrgenommen? Als ich als Reiseleiter am Rizasee ar­beitete, sah ich einmal auf dem Weg eine durch Steinwürfe ver­letzte Schlange liegen. Sie tat mir leid und ich packte sie in einen Plastikbeutel, um sie irgendwo im Wald fern von Men­schen auszusetzen. Die Schlange war nicht sehr groß, hatte eine weißliche Haut und schien mir nicht giftig zu sein. Sie lag schlaff im Beutel und regte sich nicht. Ich gewöhnte mich lang­sam an sie und berührte sie zuweilen mit dem Finger, weil ich mir keiner Gefahr bewusst war. Sie ließ das lange teilnahmslos geschehen, doch dann bewegte sie leicht den Kopf und biss plötzlich durch den Plastikbeutel hindurch zu.

Ich begriff, dass dies eine Warnung war, trug sie vom Weg zur Seite und ließ sie im Gras frei. Die Schlange begann sich langsam zu bewegen und kroch unter Steine, während ich sie zum Spaß am Schwanz festhielt. Sie schaute geduldig nach hin­ten und wartete, dass ich sie losließ. Ich hielt sie weiter fest, als sie sich plötzlich blitzartig umdrehte und ihr Kopf neben meiner Hand in Stellung ging. Sie schaute mich an, unternahm keinen Beißversuch, warnte jedoch.

Meine Überraschung war sehr groß, als uns einige Tage später bei einer Einweisung ein Bild der mir vertrauten Schlange gezeigt wurde – es handelte sich um die hochgiftige Kosnakow-Schlan-ge, die im Kaukasus heimisch ist.

Einer der ersten Fälle, in denen ich nicht nur den physi­schen, sondern auch den psychologischen Zustand eines Men­schen ändern konnte, war folgender: Ein Mädchen hatte sich sehr in einen jungen Mann verliebt, doch sie fanden nicht zu­sammen und trennten sich. Noch einige Jahre nach der Tren­nung peinigte sie diese Liebe – weniger die Liebe, als vielmehr etwas Unverständliches, sehr Quälendes. Ihr war klar, dass sie ihm nicht zugetan sein durfte, doch diese Zuneigung existierte einfach und zerstörte sie. Das ähnelte schon mehr einer Ver­wünschung als einer Liebe. Das Mädchen lernte andere junge Männer in der Hoffnung kennen, dass ihr einer gefallen würde. Doch das geschah nicht… Ich begann zu analysieren, ob die Schuld bei ihr zu finden sei.

Die Testergebnisse verneinten das. Wer war also schuld?

Eine Frau, eine Verwandte – ihre Großmutter.

Zu meinem Erstaunen wusste das Mädchen, worum es ging. Ihre Großmutter hatte in ihrer Jugend einen jungen Mann sehr geliebt, aber aus Berechnung einen anderen geheiratet. Die Großmutter vernichtete die Liebe in sich und in dem geliebten Menschen, und ihre Enkelin musste mit ihren Qualen dafür büßen. Nachdem ich mit der Großmutter gesprochen und sie erkannt hatte, dass sie die Liebe vernichtet und damit die höch­sten Gesetze verletzt hatte, wurde das Mädchen von ihren Lei­den befreit. Ich erkannte, dass man mit dieser Methode nicht nur heilen, sondern den Seelen der Menschen und ihrem Schicksal helfen kann.

Wer sich in der esoterischen Literatur und in der Philoso­phie des Fernen Ostens etwas auskennt, ist mit Sicherheit auf die darin erwähnten einhundertacht Gesetze, die das Universum lenken, gestoßen. Ich habe wiederholt versucht, sie in der Lite­ratur zu finden, doch bisher sind sie mir nirgends im vollen Um­fang begegnet – vielleicht ist es noch nicht an der Zeit, sie vollständig zu kennen…

Meine Arbeitserfahrungen auf dem Gebiet der Bioenerge­tik sprechen dafür, dass das schwerste der zahlreichen Vergehen der Menschen in ihrem irdischen Dasein und im Alltagsleben die Vernichtung der Liebe in mannigfaltiger Form ist. Alle an­deren Vergehen sind sekundär und letztlich die Folge dieser fehlenden menschlichen Liebe zu Gott, zum Universum, zu den Verwandten, zu den Kindern, zu den Menschen…

Folgender Fall bestärkte mich in meiner Überzeugung, dass die Seelen der Menschen durch die Karma-Diagnostik ge­heilt werden können. Eine von mir behandelte Frau litt zeit­weise unter seltsamen Anfällen. In bestimmten Augenblicken überkam sie ein starker Wunsch, aus dem Fenster zu springen und Selbstmord zu begehen, ein unüberwindbares Verlangen zu sterben. Sie bat ihre Angehörigen: «Bindet mich ans Bett, haltet mich fest!» Die Anfälle verstärkten und häuften sich. Die Frau fürchtete, dass sie nicht durchhalten und die Situation tra­gisch enden würde.

Meine Studien zeigten, dass die Gesetzesverletzung von ihrer Mutter begangen worden war. Die Mutter wurde von einem Mann sehr geliebt, den sie jedoch abwertend behandelte. Diese vollständige Abhängigkeit eines anderen Menschen von ihr bereitete ihr Vergnügen. Die Mutter vernichtete das Leben und die Liebe in diesem Mann, ihre Worte, Gedanken und Handlungen schufen ein Vernichtungsprogramm, das sich nun auf ihre Tochter übertragen hatte.

Negative Programme kehren manchmal langsam und nicht immer zu ihrem Urheber, sondern oft zu ihren Kindern und Ver­wandten zurück. Nachdem die Tochter mit der Mutter gespro­chen und die Mutter ihre Schuld erkannt hatte, hörten die Anfälle auf. Ich erkannte, wie sehr die Moral unserer Eltern, Brüder, Schwestern und sonstiger Verwandten mit unserer Ge­sundheit, Psyche und unserem Schicksal verbunden ist.

Jeder neue Behandlungsfall führte zur Entdeckung neuer Elemente des Systems, welches ich von nun an «das Selbstre­gulierungssystem des Feldes» nannte.

Das Feldselbstregulierungssystem ist die Rückverbindung des Universums. Sein Wesen besteht darin, dass jede Handlung des Menschen, ob gut oder schlecht, über die Einheit des Infor­mations­und Energiefeldes des Universums zu ihm zurückkehrt.

Wir hören ständig, dass gute Taten belohnt und böse be­straft werden. Aber warum nehmen in unserer Umwelt die guten Taten nicht zu und vor allem: Warum nimmt die Zahl der bösen nicht ab? Für eine der besten Erklärungen hierfür halte ich die Äußerung des Heiligen Augustinus, dass Gott das Böse in jedem Fall bestrafe, da dieser Prozess jedoch langsam ab­laufe, habe der Mensch bis zur Bestrafung noch Zeit, weiter zu sündigen. Diese Erklärung entspricht voll und ganz dem Funk­tionsprinzip des Mechanismus der Weitergabe von Informatio­nen über Feldstrukturen.

Für den Mechanismus der Feldselbstregulierung existieren keine einzelnen Menschen nicht. Aber wenn es gilt, einen ne­gativen Prozess aufzuhalten, schaltet sich der Mechanismus zur Blockierung des Prozesses automatisch ein.

Früher erstreckte sich der Bestrafungsmechanismus über einige Generationen und äußerte sich in Krankheiten und Un­glücksfällen der Enkel und Urenkel oder im nächsten Leben des Schuldigen. Heute hat sich dieser Prozess derart beschleu­nigt, dass der Mensch für seine Taten schon in diesem Leben büßt – mit seiner Gesundheit und der Gesundheit seiner Kinder. Aus der Sicht des Menschen scheint es absurd, dass die Kinder mit ihrer Gesundheit büßen müssen, doch auf der Feld­ebene gibt es keine Menschen, sondern Konzepte; jeder Mensch ist die Gesamtheit bestimmter Programme, der Blo­ckierungsmechanismus arbeitet gegen die Gedanken und Pro­gramme, die die Welt in Gefahr bringen könnten. Ein Kind verstärkt alle Programme der Eltern und hat deshalb auch stär­ker zu büßen. Allerdings hat in den letzten fünf Jahren auch die persönliche Verantwortung jedes Menschen zugenommen. Die Ursachen hierfür kann ich bisher nicht erkennen.

Kinder sind das «Vergrößerungsglas» für die Fehler der Er­wachsenenwelt. Viele haben festgestellt, dass sich ein Kind in Gegenwart seiner Eltern wesentlich schlechter benimmt, als bei Fremden, bei denen es ruhig und gehorsam wird. In den meisten Fällen funktioniert hier ebenfalls der Karma-Mechanismus: Beim Umgang des Kindes mit den Eltern verstärken und aktivieren sich sowohl die positiven als auch die negativen Programme, welche die Eltern ihm auf der Feldebene weitergegeben haben. Beim Studium vieler Probleme habe ich in letzter Zeit fest­stellen müssen, dass die Kinder nicht nur das Karma ihrer El­tern erben, sondern die Eltern auf der Feldebene auch Verantwortung für das Verhalten und die Taten der Kinder tra­gen. Heute wirken bereits Gedanken, Worte und Verhalten eines achteinhalbjährigen Kindes auf den Zustand des Feldes ein, d.h. auf den Geist, das Schicksal und die Gesundheit der Eltern. Vor zweitausend Jahren begann dieser Prozess erst, als die Kinder dreizehn, vierzehn Jahre alt waren.

Nachdem ich begonnen hatte, mich mit dem Studium und der Reinigung des Karmas zu beschäftigen, wurde ich zwar nicht mehr krank, doch ein anderes Problem trat auf. Mein Energiefeld und meine Einwirkungskraft nahmen enorm zu, es fiel mir unglaublich schwer, in Balance zu bleiben. Bereits die kleinste empfundene Kränkung schadete der Gesundheit und dem Schicksal des Menschen, dem ich etwas übel nahm.

Ich hoffte, dass alles gut würde, wenn ich dieses Problem lösen würde. Durch ständige Arbeit an mir befreite ich mich von Kränkungen, Hass und negativen Emotionen, doch ein noch ern­steres Problem trat auf. Von nun an sah ich mich gezwungen, meine Umgebung zu kontrollieren, denn sollte sich ein Mensch von mir auch noch so unwesentlich gekränkt fühlen, hätte dies für ihn eine Gefahr auf physischer Ebene zur Folge.

Das ließ mich eine der Ursachen für die Tragödie Russlands erkennen. Der Mensch mit einem reinen bzw. einem «geschlos­senen» Karma ist eng mit dem Göttlichen verbunden, deshalb ar­beitet jede gegen ihn gerichtete Aggression gegen das Universum.

Wenn der Mensch persönlich attackiert, dann büßt er dafür selbst, tut er es aber als Vertreter der Gesellschaft, so büßt die Gesellschaft.

Deshalb war die auf Lenins Befehl verübte Vernichtung der Geistlichkeit und der Mönche sowie die Zerstörung der Kir­chen und Klöster gleichbedeutend mit einem Angriff auf das Universum. Dem musste unvermeidlich eine Explosion von Gewalt und Mord folgen. Die Gesellschaft büßte für die Ver­letzung höchster ethischer Gesetze mit dem Tod von Millionen. Die Erinnerung an Fehler der Gesellschaft ist in jedem von uns, alle Sünden und Desaster der Gesellschaft werden im Un­terbewusstsein des Menschen, in seinem Karma, abgespeichert. Wir haben den Vers der «Internationalen»* – «Reinen Tisch macht mit dem Bedränger! Heer der Sklaven, wache auf!» – noch nicht ganz vergessen. Aus der Sicht des Energiefeldes ent­hält dieses Lied ein gewaltiges Programm der Zerstörung von Zukunft und Universum.

Oft bringt man Kinder zu mir, die an Enuresis leiden. Ich erkläre, dass Bettnässen nur die Spitze des Eisbergs ist. In der Regel kommt es zu Bettnässen, weil die Mutter des Kindes ihre Zuneigung und Liebe zu einem Mann unterdrückt hat. Wenn dies entsprechend stark und über längere Zeit erfolgt ist, dann hat sich bei der Frau die Feldstruktur im Bereich des ersten Chakras deformiert. Das Ergebnis kann beim Kind nicht nur Enuresis sein, sondern es können auch Störungen und Probleme im persönlichen Leben, Herzkrankheiten und Kopferkrankun­gen auftreten. Auch ein Schwangerschaftsabbruch kann die Ur­sache von Bettnässen sein, denn die Frau vernichtet dadurch ebenfalls die Liebe.

* Da die Mutter das nicht weiß, wendet sie sich oft an einen 4 Weltweit verbreitetes Kampflied der sozialistischen Arbeiterbewegung; der Autor deutet hier auf die häufige Verwendung dieses Musikstücks in der UdSSR hin (Anm. der Redaktion).

Psychotherapeuten oder Hypnotiseur, der eine Verhaltensricht­linie vorgibt. Das Kind wird von dieser Abweichung – dem Bett­nässen – geheilt, doch das Programm der Vernichtung der Liebe und des Lebens bleibt erhalten, und da das System der Blockie­rung falschen Verhaltens aufgehoben wurde, ist anzunehmen, dass das Kind im Leben das Programm der Zerstörung der Liebe auf einem höheren Niveau als seine Mutter realisieren wird.

Eine Frau beklagte sich bei Ärzten wiederholt über Un­wohlsein, doch die Untersuchungen waren ergebnislos. Nach Meinung der Ärzte gab es dafür keinerlei Ursachen. Zahlreiche Besuche bei Gesundbeterinnen brachten auch keine Besserung, denn sie konnten die starke Verwünschung, die sie sahen, nicht entfernen. Sie erkrankten sogar selbst, nachdem sie die Frau behandelt hatten. Ich suchte nach der Ursache und sah, dass dies eine «rückwirkende Verwünschung» war, die sich durch volkstümliche Gesundbeterei tatsächlich nicht entfernen ließ.

«Sie haben einer Arbeitskollegin sehr nachdrücklich etwas Böses gewünscht», erklärte ich der Frau.

«Das ist die Ursache Ihres Unwohlseins. Ihr Programm des bösartigen Wunsches ist zurückgekehrt und hat Ihr Feld stark deformiert. Wie fühlt sich denn Ihre Arbeitskollegin?»

«Sie ist krankgeschrieben, aber nicht weil sie, sondern ihr Kind krank ist.»

Ich untersuchte das Feld der Arbeitskollegin und ihres Kin­des. Sowohl bei ihr als auch bei dem Kind befand sich im Feld das Programm des bösartigen Wunsches. Aus diesem Grund war das Kind krank, es war weniger geschützt als die Mutter.

«Sie sind schuld an der Krankheit des Kindes. Haben Sie auch Kinder?»

«Ja, einen Sohn.»

Ich untersuchte sein Feld, in dem ebenfalls eine starke De­formation vorhanden war, dasselbe Programm des bösartigen Wunsches lag vor.

Das ist ein typisches Beispiel dafür, wie wir – ohne zu wis­sen, was wir tun – uns selbst, unsere Kinder und Menschen, mit denen wir täglich Umgang haben, töten können.

Als ich gerade erst damit begonnen hatte, Karmastrukturen zu untersuchen, kam eine Frau mit starken Kopfschmerzen und Unwohlsein zu mir.

«Sie haben vor fünf Tagen Ihrem Mann Böses gewünscht, noch dazu sehr nachdrücklich.»

«Das kann nicht sein, ich liebe meinen Mann sehr und kann ihm nichts Böses wünschen.»

Ich beharrte auf meiner Behauptung.

«Sie haben ihm Böses gewünscht. Es wurde ein sehr star­ker böser Wunsch geäußert, vor fünf Tagen abends.»

«Wie hätte ich ihm damals Böses wünschen können, wo er sich doch nach der Arbeit um zwei Stunden verspätete und ich mir große Sorgen um ihn machte.»

Nun begriff ich den Zusammenhang.

«Was empfanden Sie damals?»

«Mir gingen irgendwelche dummen Gedanken durch den Kopf.»

«Verstehen Sie, worum es sich handelt? Wenn Sie denken, dass sich etwas Schlimmes ereignen kann, ziehen Sie das Un­heil an. Und je realistischer Sie sich das Unheil vorstellen, umso größeren Schaden fügen Sie sich zu.»

Heute, da wir über ein hohes Energiefeld verfügen, ist be­wusste Disziplin äußerst wichtig. Eines der Hauptgesetze des Universums ist, Böses selbst in Gedanken nicht zuzufügen. Ge­rade heute darf dies kein abstraktes Gesetz sein, sondern muss zur Methode des Daseins werden. Studien, die ich täglich mit Hilfe außersinnlicher Diagnostik durchführe, zeugen davon, dass die Einhaltung ethischer Normen die Grundbedingung und einzige Methode des Überlebens und gleichzeitig der beste Schutz ist. Wir blicken uns um und suchen rundum die Gefahr, doch die Hauptgefahr befindet sich im Innern des Menschen und wirkt unmerklich. Die Wurzel dieser Gefahr liegt im Nicht­erkennen der Welt, im Nichtwissen dessen, was geschieht, im falschen Verhalten, das unmerklich zum inneren Zerfall des Menschen führt. Katastrophen und Schrecken, gegen die wir ständig kämpfen, sind Folgen unserer geistigen Unvollkom­menheit. Die Anstrengungen, die auf den Kampf gegen Schat­ten und Folgeerscheinungen gerichtet sind, können die Hauptursache nicht beseitigen – den fortschreitenden geistigen Zerfall, mit dem kaum jemand unsere Not in Zusammenhang bringt.

Folgender Fall öffnete mir eine weitere Grenze meiner Stu­dien. Eine Frau rief mich an und sagte, dass sie sehr ernste Pro­bleme hätte, die mit etwas Seltsamem, mit irgendwelchen unverständlichen Erscheinungen verbunden wären. Alle, die versuchen würden ihr zu helfen, würden in Schwierigkeiten ge­raten, Unglücksfälle erleben oder krank werden. Die Frau hatte einen Bekannten, der sich mit Bioenergetik beschäftigte und begonnen hatte, auf sie einzuwirken. Sie spürte einen ständigen starken Druck auf ihre Psyche. Sie suchte eine Hellseherin auf, doch diese sagte ihr während der Sitzung: «Ich werde Dir wohl kaum helfen können.» Für einen Tag konnte sie die Einwirkun­gen entfernen und den Zustand der Frau verbessern, doch dann fing alles von vorne an.

Ich begann, die Frau zu behandeln. Ziemlich schnell trat eine Besserung ein, die Fremdeinwirkungen auf die Frau hörten auf, aber ich stellte fest, dass nun meine Angehörigen erkrank­ten, und zwar mit den gleichen Symptomen: Gliederreißen und Schwächeanfälle. Ich suchte nach der Ursache und stellte fest, dass es ihr Bekannter gewesen war, der der Frau Schaden zuge­fügt hatte. Da ich mich ziemlich lange mit Bioenergetik beschäf­tigt hatte, verspürte ich, als meine Angehörigen und ich attackiert wurden, den Wunsch, mich der «Magie» und ihrer Me­thoden zu bedienen, um dem Schuldigen Einhalt zu gebieten. Damals stand ich vor der Wahl, welchen Weg ich gehen sollte. Es fiel mir nicht leicht, auf Methoden der Gewalt zu ver­zichten, zumal mir die jahrelange Praxis auf dem Gebiet der Bioenergetik und das Studium esoterischer Literatur ein großes Sortiment von Einwirkungsformen boten. Doch ich beschloss, nicht mit einem Gegenschlag, der dem Menschen geschadet hätte, zu antworten, sondern ihm zu helfen.

Wenn der Mensch einem Energieangriff ausgesetzt ist, dann kann die Ursache hierfür persönliche Schuld oder die Schuld von Vorfahren sein. Wird darauf mit einem Energieschlag ge­antwortet, dann entsteht daraus eine Kettenreaktion, denn der Schlag ist ein grober Verstoß, auf den eine neue Strafe folgt.

Konnte man diesen Menschen retten? Tests außersinnli­cher Wahrnehmung zeigten, dass der Mann, der auf die Frau eingewirkt hatte, nicht selbst schuld daran war. Die Hauptur­sache für das, was mit der Frau geschah, lag in ihrem Karma. Die Großmutter der Frau hatte in ihrer Jugend einen Mann ge­liebt, wollte aber sein Kind nicht haben und ließ es abtreiben. Die Vernichtung der Liebe und des Kindes führten dazu, dass ihre Tochter, ihre Enkelin und ihre Nachkommen für die Tat büßen mussten, und zwar auf unterschiedliche Weise – durch physische Krankheiten, Schicksalsschläge, psychische Störun­gen. Indem ich auf einen Energiegegenschlag verzichtete, er­rang ich einen Sieg über mich selbst, denn in dieser komplizierten Situation, als es mich lockte, mit Gewalt zu ant­worten, ließ ich von diesem Weg ab und beherrschte mich.

Das war der Sieg, nach dem ich ein für alle Mal begriff, dass ich unter keinen Umständen das Recht habe, Gewalt mit Gegengewalt zu begegnen. Durch gründliches Studium der Prinzipien des Systems der Feldselbstregulierung erkannte ich, wozu scheinbar gerechtfertigte Gewaltmethoden auf Feldebene führen können.

Die bürgerliche Gesetzgebung stimmt in vielerlei Hinsicht nicht mit den Gesetzen des Universums überein. Wenn man mich schlägt und ich das Recht habe, mit der Faust zurück­schlagen, dann bedeutet das nicht, dass dies auch auf dem Ener­giefeld erlaubt ist. Das sind vollkommen verschiedene Ebenen. Beim Faustschlag leidet nur eine Person – der Schuldige. Der Energieschlag trifft die ganze Sippe, da der Mensch auf der Feldebene mit allen Verwandten und Kindern verbunden ist. Die Antwort darauf ist die reziproke Bestrafung des Aggressors und seiner Sippe.

Ich erkannte, dass die Vergrößerung des Energiepotentials eines Menschen von ihm verlangt, seinen Handlungen, Emo­tionen und Gedanken erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken: Kein einziger kategorischer Satz darf unüberlegt geäußert wer­den, denn das ist bereits eine Einwirkung. Ich verstand, warum in der Bibel von Demut und Sanftmut gesprochen wird: Das ist vor allem die Zügelung der eigenen Energiemöglichkeiten.

Aber warum können dann Magier und Zauberer verschie­dene Methoden der Einwirkung, darunter auch Gewalt, anwen­den? Als ich mir darüber Gedanken machte, begriff ich, dass sie nicht das Ganze, sondern immer nur einen kleinen Teil sehen, und sie heilen die untersten Schichten des Feldes und den Körper, verlagern die Störungen vom Teil auf das Ganze und geben damit den Krankheiten «Aufschub». Im Unterschied zu Heiligen, die durch höchste Ethik die wahren Ursachen und Abhängigkeiten der Gesetze des Lebens zu verstehen und zu erkennen vermögen und das Ganze sehen, arbeiten Zauberer nur in einer bestimmten, ihnen zugewiesenen Nische, weshalb viele von ihnen eine begrenzte «Spezialisierung» haben.

Vor allem aber haben sich mit Magie immer Menschen mit guten Fähigkeiten und ausreichend reinem Karma beschäftigt, deshalb werden die Verstöße, die bei der Verwendung von Me­thoden der Magie begangen werden, aufgeschoben und erst von den Nachkommen abgearbeitet. Ich habe nur eine dieser Heil­behandlungen getestet: Was geschieht, wenn ein Zauberer oder Wundertäter einem Kranken die negative Energie entzieht? Hierfür werden sehr viele Methoden verwendet – man kann sie ins Wasser, in Pflanzen, in Wachsfiguren leiten, auf Haustiere, auf eine Kompanie kerngesunder Soldaten übertragen, ins Zen­trum der Erde, in den Kosmos schicken oder auf verschiedene Weise verbrennen. Auf Feldebene geht diese Energie, die Ag­gressionspotential enthält, in das Feld des Objekts, auf das sie übertragen wurde, ein, deformiert es und kehrt automatisch in das Feld des «Heilers» und seiner Angehörigen zurück. Deshalb führt jede Heilmethode, die sich nicht auf die geistige Entwick­lung des Menschen stützt, zu Verfall. Die Beseitigung bestimm­ter Symptome ist nicht zwangsläufig ein Zeichen von Heilung.

Vor kurzem kam eine Frau zu mir.

«Vor drei Monaten haben Sie meine Bekannte geheilt, ihr Fibrom hat sich vollständig zurückgebildet. Ich habe mir nicht vorstellen können, dass man von einer solchen Krankheit ge­nesen kann, indem man um Vergebung bittet.»

«Dies erstaunt mich kaum, denn ich bin permanent dabei, meine Methode zu vervollkommnen. Nunmehr bessert sich nicht nur der Allgemeinzustand der Patienten, sondern es wer­den auch organische Störungen beseitigt. Wovon hängt nun das Ergebnis der Heilung ab? In erster Linie vom richtigen Ver­ständnis und vom Erkennen der Krankheitsursachen, von mei­nem geistigen und physischen Zustand im Augenblick der Heilung, vom Zustand des Karmas des Kranken und der Er­kenntnis der von ihm begangenen Verstöße.»

Als ich mit den Heilbehandlungen begann, war meine Le­bensweise die allgemein übliche: Ich aß Fleisch, trank Wodka, war oft gereizt und heilte durch kontaktlose Massage. Als ich aber die Ergebnisse meiner Arbeit sah, änderte ich meine Le­bensweise und mein Verhalten beträchtlich. Am Tag vor der Be­handlung von Kranken beschränke ich mich auf ein Minimum an Nahrung, am Behandlungstag esse ich überhaupt nichts.

Wenn ich mich der Diagnostik und Entwicklung neuer Möglichkeiten der Methode widme, lasse ich manchmal die Gefahr außer Acht. Doch bei der Arbeit auf feinen Feldebenen muss man stets vorsichtig sein.

Vor kurzem bat mich ein Bekannter, eine Frau zu beraten. Da ich etwa vierzig Minuten in der Sprechstunde noch frei hatte, sagte ich zu. Eine elegante, sehr selbstbewusste Dame trat ein, setzte sich und betrachtete mich neugierig. Sie hatte sehr viele Probleme. Starker Egoismus und übermäßiges Stre­ben nach materiellen Gütern waren die Ursachen für begin­nende Krankheiten. Es ist schwer, solche Menschen zu heilen, weil sie mir gegenüber durch Skepsis und Unglauben ver­schlossen sind. Ich erklärte die Ursachen, aber die Frau ver­wandelte die Beratung in eine Diskussion. Trotzdem musste ich sie auf jeden Fall überzeugen, und eben solche schweren Fälle sind es, die mir helfen, neue Argumente und Erklärungen für die Krankheitsursachen des Menschen zu finden.

«Wenn eine Zelle des Organismus alles nur für sich selbst nimmt», erkläre ich der Frau, «dann geht es ihr eine gewisse Zeit gut, doch dann wird durch ihre Handlungen der gesamte Organismus zerstört, und mit ihm geht auch die Zelle zugrunde. Bis zu einem gewissen Grad ist Egoismus die Norm, doch ein ausschließlich an sich denkender Mensch versucht, Gott und das Universum zu vernichten. Das kann natürlich nicht lange gut gehen. Früher oder später muss das Programm zur Zerstö­rung des Universums durch Krankheiten, Traumata und Un­glücksfälle aufgehalten werden.»

«Wollen Sie mich etwa auffordern, an Gott zu glauben?»

«Der Glaube an Gott ist Ihre persönliche Angelegenheit. Ich habe die Ursachen Ihrer Erkrankung beschrieben. Sie brau­chen nicht an Gott zu glauben, aber Sie müssen das Universum und seine Seele lieben. Egoismus, maßloses Streben nach ma­teriellen Gütern vernichten das wichtigste Gefühl – die Liebe. Sie tragen in Ihrem Feld ein Programm der Zerstörung des Uni­versums und, noch schlimmer, Sie wollen es nicht stoppen.»

Erneut begann eine fruchtlose Debatte. Mir fehlten die Ar­gumente, um die Frau zu überzeugen, dennoch begann ich mit der Reinigung des Karmas. Ich reinigte das Feld, war jedoch über das Ergebnis nicht nur enttäuscht, sondern es kam auch ein unangenehmes Gefühl auf.

Die Frau betrachtete alles als ein Amüsement.

«Sie sagen, man darf sich nicht nur materiellen Dingen widmen, aber das Leben zwingt einen dazu.»

«Mir boten sich viele Gelegenheiten, eine Menge Geld zu verdienen, doch dann hätte ich meine Studien opfern müssen. Ich bin jetzt vierzig Jahre alt, lebe mit meiner vierköpfigen Fa­milie in einem 14 m² großen Zimmer einer Gemeinschaftswoh­nung. Doch dafür habe ich die Möglichkeit, Ihnen zu helfen.

Und nicht nur Ihnen, auch mir selbst. Wenn materielles Wohlergehen über die geistigen Bedürfnisse gestellt wird, dann ist dies ein momentanes Glück auf Kosten des geistigen Todes. Versetzen Sie sich mal in ein Restaurant, wo ringsum alles brennt, Sie aber in aller Ruhe Ihre Lieblingsspeise aufessen. Heute ist für viele das, was auf dem Teller liegt, wichtiger als das, was ringsum geschieht.»

«Und, heilen Sie auf diese Weise alle Ihre Patienten?»

«Ja, in erster Linie durch Einsicht. Und wenn dies alles auch naiv scheint, so ist es doch eine sehr gefährliche Beschäf­tigung.»

«Für Sie oder für mich?»

«In erster Linie für mich.»

«Wie soll ich das verstehen?»

«Schauen Sie. Bei Ihnen hatte das Programm zur Zerstö­rung des Universums fünfhundertfünfzig Einheiten, die Krank­heit – dreihundertfünfzig. Jetzt hat die Krankheit null, das Zerstörungsprogramm – dreihundertfünfzig. Das bedeutet, ich habe den Körper geheilt, aber nicht den Geist, d.h. ich habe das Hauptprinzip, durch Einsicht zu heilen, verletzt.»

Ich betrachtete mein Bild vor und nach meinem Zusam­mentreffen mit der Frau. Auf Feldebene waren bei mir Lunge, Leber und Unterleib vollkommen schwarz geworden.

«Ich muss dafür büßen, dass es mir nicht gelungen ist, Ihnen die Ursachen Ihrer Krankheit zu erklären.»

«Was werden Sie nun tun?»

«Ich versuche, eine Methode zu finden, um Sie zu über­zeugen. Wenn ich den Grund finde, warum es mir nicht gelun­gen ist, werde ich gesund, sonst muss ich dafür büßen.»

In diesem Augenblick erkannte ich den Fehler, der mir im Gespräch mit der Frau unterlaufen war.

«Ich hätte Ihnen alle gewonnenen Informationen über Ihren Zustand mitteilen müssen, aber Sie taten mir Leid. Ich sagte Ihnen doch, dass es zu anderen Krankheiten kommen kann, wenn die Harmonie nicht wiederhergestellt wird?»

«Ja.»

«Wissen Sie, dass Sie Gebärmutterkrebs im Anfangssta­dium haben?»

«Ich habe dies immer vermutet und mich damit abgefun­den. Ich bin bereit, in Ruhe zu sterben.»

«Ihr „heldenhafter“ Tod ändert nichts. Damit überlassen Sie es Ihren Kindern, das Programm zur Zerstörung des Uni­versums abzuarbeiten. Sie sollten nicht an einen würdigen Tod denken, sondern an die Rettung Ihres Geistes und den Ihrer Kinder.»

Wir schwiegen längere Zeit, und ich sah, wie sich die de­formierten Karmastrukturen der Frau schließlich doch wieder harmonisierten. Die Aura der Frau, die bisher von einem schwarzen Fleck fast verdeckt gewesen war, begann sich mit hellem Licht zu füllen. Jetzt waren sowohl das Programm der Zerstörung des Universums als auch die Krankheit gegen null. Auch meine Lunge und Leber waren wieder rein.

Ich sagte nichts weiter zu der Frau, doch ich sah, dass in ihrem Feld nun keine Tumorerkrankung mehr vorhanden war. Sie musste wissen, dass sie, indem sie von Liebe zum Univer­sum und zu Gott erfüllt war und ihre hohen Ansprüche an die Umwelt aufgab, sich vor jeder schweren Krankheit schützen konnte.

In meine Sprechstunde kam eine Frau und erzählte unter Tränen:

«Ich habe mich von meinem Mann scheiden lassen, unsere Ehe war zerrüttet, ich spürte, dass er irgendwie negativ auf mich einwirkte, mit meiner Psyche schien etwas zu geschehen. Nach der Scheidung ging es mir, obwohl ich drei Kinder zu versorgen hatte, innerlich weitaus besser, ich begann sogar zu singen. Wir hatten uns ein halbes Jahr nicht gesehen, doch vor kurzem kam er vorbei. Ich fühlte mich sofort unwohl, die eine Tochter wurde hysterisch, der Sohn wurde zum Bettnässer und der zweiten Tochter ging es auch nicht gut. Hängt dies vielleicht irgendwie mit seinem Erscheinen zusammen?»

Hier waren keine langen Untersuchungen erforderlich.

«Es ist leider kein Zufall, dass es der ganzen Familie schlecht geht. Ihr Ehemann ist ein Vampir, er entzieht den Kin­dern Energie, Schicksal und Gesundheit, er wirkt auf ihren Cha­rakter negativ ein und überträgt seine negativen Programme auf die Feldstrukturen der Kinder. Er ist sehr egoistisch. Eine so starke Energieentnahme bei den eigenen Kindern zeugt davon, dass sein Karma sehr negativ ist. Bei ihm liegen, nach dem Energiefeld zu urteilen, eine starke Ablehnung von Liebe und Kosmos, große innere Aggression, Egoismus und Zerstörung der Seele vor, deshalb ist er gezwungen, ein Vampir zu sein. Das ist ein klassischer Fall. Der Vampirismus rührt sowohl von der väterlichen, als auch von der mütterlichen Linie Ihres Ehe­manns her. Das, was mit den Kindern geschah, lässt sich sehr schnell beheben, doch es ist besser, wenn sie in Zukunft ihrem Vater nicht mehr begegnen.»

Meine Analyse zeigte, dass Vampirismus eine schwere Krankheit ist, denn sie zerstört die Seele des Menschen und wird an die Nachkommen weitergegeben. Ihre Folgen treten nicht sofort in Erscheinung, manchmal nimmt die Zerstörung in einigen Generationen ihren Lauf.

Dem Vampirismus liegt ein falsches Verständnis der Welt zugrunde. Ein Mädchen fragte mich, ob die Zuführung von Energie, die es in Form eines blauflammigen Stroms wahr­nahm, richtig wäre. Ich beobachtete ihre Karmastrukturen wäh­rend ihrer Übungen und sah, dass es sich um eine Verletzung der Gesetze handelte. Jede vorsätzliche Energieentnahme aus der Natur, aus dem Kosmos oder von der Sonne ist ein ernster Verstoß und gleichzeitig ein Verweis darauf, dass die eigene Energie des Menschen nicht ausreicht und er sie sich irgendwo beschaffen muss. Das ist die Vorbedingung für das Entstehen von Vampirismus. Der Hauptfehler einer solchen Orientierung besteht darin, dass der Mensch Energie und Ethik nicht vereint, sondern voneinander trennt.

Wenn wir Liebe zum Universum empfinden, erhalten wir eine große Menge Energie. Wir müssen uns auf die höchsten Ebenen des Energiefeldes – Ethik, Edelmut und Liebe – bege­ben, um genügend Energie zu erhalten, und mit diesen Begrif­fen leben. Sobald wir über Energie abstrakt denken und diesen Begriff von den Begriffen «Geist» und «Ethik» trennen, lassen wir die geistigen Strukturen verarmen und versorgen nur noch den physischen Körper mit Energie. Der Mensch muss wissen, dass die Energie, die er über höchste Gefühle erhält, seinen Körper, sein Schicksal und seine Seele heilt. Mechanisches Herangehen und die Orientierung auf grobe Energien führen zur Deformation der feinen geistigen Strukturen, und Konsum­denken führt immer zu Degradation.

Ich erinnere mich an einen anderen Fall. Einem jungen Mann hatte man beigebracht, sich mit Energie aus dem Kosmos zu versorgen, was er nunmehr täglich in Übungen praktizierte und schließlich als Vampir seinem Lehrmeister Energie entzog. Das traurige Ergebnis waren Deformationen seiner geistigen Strukturen.

Ich kam auf den Gedanken zu testen, welche Einwirkung diese Übungen auf den Menschen vor 2000 Jahren hätten. Die Tests ergaben sehr hohe Parameter. Demnach wirkten diese Übungen früher hervorragend, doch wie man nicht zweimal in denselben Fluss springen kann, lassen sich alte Techniken nicht ewig verwenden. Wir vergessen, dass sich nicht nur der Mensch, sondern auch die Umwelt geändert hat. Physische Me­thoden der Vervollkommnung sind heute ineffektiv, die Kon­zentration muss unbedingt auf die geistige Entwicklung gerichtet werden. Die Zeit ist eine nichtlineare Kategorie, und wenn sich die Geschwindigkeit aller Prozesse derart geändert hat, dann müsste sich auch die Energiestruktur der Umwelt än­dern. Doch wir verhalten uns so, als ob in der Welt nichts ge­schehen wäre, und versuchen, uns auf alte Kenntnisse und Methoden zu stützen.

Je mehr ich über die Möglichkeiten der Testmethode in Er­fahrung brachte, desto deutlicher erkannte ich die damit ver­bundenen Schwierigkeiten. Ich verstand, dass ich hier nicht so forsch vorgehen konnte, wie ich es mir zu Beginn meiner Arbeit vorgestellt hatte, nämlich ein Team zu bilden und es in der An­wendung zu unterweisen. Die Methode ist so eng mit Moral, Ethik und geistigen Parametern verbunden, dass sie dem Men­schen Beschränkungen auferlegt, denen nur wenige gewachsen sind.

Beim Kontakt mit Karmastrukturen des Menschen muss ich eigene Störungen, die denen ähneln, die ich beim Patienten beseitigen will, vor allem zuerst bei mir entfernen. Daher über­prüfe ich vor Beginn der Behandlung stets, ob ich das Recht zu heilen habe, und wenn nicht, dann reinige und schließe ich zu­erst mein Karma durch ein Gebet. Habe ich einige Monate lang Behandlungen durchgeführt, muss ich unbedingt eine gründli­che tiefe Reinigung vornehmen und fasten. Doch das ist nicht genug. Wie sich herausgestellt hat, muss der Heiler, um effektiv zu heilen und weder sich selbst, noch dem Kranken zu schaden, mit blockiertem Karma arbeiten, was keiner der zahlreichen Heiler von heute vermag. Mit dem «Diplom» eines Wunder­heilers lässt sich das Karma nicht schließen, erforderlich sind ständige Reinigung und Stärkung des Geistes sowie der Aus­schluss von allem, was den Menschen «erdet». Das ist nicht nur für Heiler, sondern für jeden Menschen notwendig, besonders in letzter Zeit.

Eines Morgens war eine Frau in meiner Sprechstunde, tags darauf wurde ihr schlecht, Übelkeit und starke Kopfschmerzen quälten sie.

«Haben Sie gestern Abend, etwa gegen sieben Uhr, auf Ihren Mann geschimpft?»

«Ja, er hatte tagsüber einen Unfall und den Wagen zerbeult. Ich habe es ruhig aufgenommen, doch am Abend habe ich ihm meine Meinung gesagt.»

Bei der Diagnostik und Heilung des Karmas erfolgt eine sehr starke und tiefe Einwirkung. Solange sich das Feld in einer Stabilisierungsphase und noch nicht in Balance befindet, sind negative Emotionen strengstens verboten. Im Augenblick des Kontakts mit dem Universum wird die Harmonie der Feldstruk­turen wiederhergestellt, und jede negative Emotion ruft starke Verletzungen hervor. Die Hinwendung zu Gott ist kein Hoch­genuss, der immer Vergnügen bereitet, sondern ein sehr kom­plizierter und verantwortungsvoller, wenn auch notwendiger Prozess.

Ich möchte eine interessante Geschichte erzählen, die in direkter Beziehung zum heutigen Zustand der Welt steht.

«Ich hatte schon immer einen starken Hang zum Göttlichen, und jedes Mal, wenn ich davon abgewichen bin, geriet ich in schwierige Situationen. Zweimal bin ich fast umgekommen», erzählte mir ein Gesprächspartner. «Die Verbindung zwischen dem Abweichen vom Göttlichen und einer Strafe war zu offen­sichtlich und mit einem zufälligen Zusammentreffen von Um­ständen nicht zu erklären. Ich verstand: Gott hat mich bestraft.»

«Du hast recht, ich kann dir das System der Bestrafung und die Ursache deiner Beschwerden exakt erklären», bot ich mei­nem Gesprächspartner an. «Wenn der Mensch die Uhr auch er­funden hat, bedeutet dies doch nicht, dass er selbst in jedem Uhrwerk sitzt. Das Universum wurde von Gott geschaffen und wird von ihm kontrolliert, deshalb muss aber nicht jede Strafe zwangsläufig von Gott «persönlich» herrühren, denn das Uni­versum wird mithilfe der von Gott geschaffenen kosmischen Gesetze gesteuert. Es gibt einen hervorragenden Mechanismus der Feldselbst¬regu¬lierung. Das, was die Menschen oft als Mystik bezeichnen, lässt sich fast immer analysieren.

Du warst als drittes Kind in der Familie weder geplant noch erwünscht, deshalb gaben dir deine Eltern ungewollt ein starkes Zerstörungsprogramm mit auf den Weg. Von Kindheit an hattest du eine schwache Lebensenergie und warst oft krank. Du wur­dest unter diesen Bedingungen geboren, weil du im früheren Leben Kinder nicht geliebt hast, daher bist du entsprechend dei­nem Energiefeld und deinen Karmastrukturen ein Todeskandidat. Retten kann dich nur ein starkes Streben nach dem Göttlichen und nach höchsten Gefühlen. Dein Unterbewusstsein wusste immer davon und lenkte dich in die richtige Richtung, das Be­wusstsein jedoch arbeitete nach einem anderen Programm. Immer wenn du von der rettenden Richtung abgewichen warst, brachen sich deine Schicksalsstrukturen zusammen und du warst dem Tod nah. Warum aber bist du nicht umgekommen? Du hat­test dich von Gott und Ethik nur mit dem Bewusstsein losgesagt, deshalb hat man dich bei der Schlägerei nicht totgeschlagen und deshalb bist du bei dem Verkehrsunfall nicht umgekommen. Das zeugt davon, dass die Programme der Lossagung nicht ins Unterbewusstsein gelangt sind, d.h. die Schicksalsstrukturen nicht endgültig zerstört waren. Wenn sich die Orientierung auf die Lossagung verstärkt hätte, wäre sie ins Unterbewusstsein ge­langt, und es hätte eine Blockierung der Zerstörung eingesetzt, entweder in Form einer unheilbaren Krankheit oder eines schwe­ren Traumas mit physischen Qualen.»

Warum muss der Tod schwer sein? Weil geistige und phy­sische Qualen das Unterbewusstsein reinigen.

Wie geschieht das? Die einzige Möglichkeit, Qualen aus­zuhalten, ist, sich geistig über sie zu erheben und damit den An­griffspunkt vom gequälten Körper auf den Geist zu übertragen. Dieser natürliche Prozess läuft automatisch ab. Ein leidender Mensch gewinnt an Geist.

Untersuchungen des Mechanismus zur Weitergabe von Feldinformationen berechtigen zu der Aussage, dass sich die gesamte Menschheit heute in einer Lage befindet, die der oben beschriebenen ähnelt, und die Menschheit gegenwärtig der Aktivierung eines analogen Mechanismus unterliegt.

Ich untersuchte das Karma der Menschheit. Es ist in der Tat sehr gefährlich, in das Karma einzudringen. Die schwer­ste Gesetzesverletzung, die die Menschheit begangen hat, ist die Abkehr vom Göttlichen und die Hinwendung zu ver­stärktem Pragmatismus im 10. Jahrhundert. Diese Verlet­zung befindet sich im Feld jedes Menschen, der heute auf der Erde lebt.

Das Karma unserer russischen, noch vor Kurzem «sozia­listischen» Gesellschaft enthält einige zusätzliche negative Pro­grammpakete: Ein Programm der Vernichtung von Menschen, Männern wie Frauen, aufgrund eines starken Strebens nach ma­teriellen Gütern, das in den Jahren von 1929 bis 1937 in Gang gebracht wurde, ein Programm des Menschenhasses, das Ende des vergangenen Jahrhunderts in Gang gebracht wurde, und ein Programm der Vernichtung von Vater, Bruder und Sohn – eben­falls wegen starker Gier nach materiellen Gütern. Deshalb ist das Leben in unserem Land so kompliziert. Wenn wir diese Programme weder erfassen noch erkennen noch entfernen kön­nen, dann werden wir, solange wir diese Programme nicht durch Qualen und Leiden abgearbeitet haben, in unserem Land Besitz und Eigentum von Werken und Fabriken unendlich lange unter uns teilen müssen.

*Das ist der Weg, den ich vom Studium der Magie und Gesundbeterei über die Medizin und Ethik bis hin zur Philosophie der heutigen Welt gegangen bin.

Der Existenz des Universums liegen Informationsprozesse zugrunde. «Am Anfang war das Wort.» (1. Mose 1,1).

Was wir «Universum» nennen, konnte meines Erachtens durch die Absonderung von zwei Bestandteilen – der Materie

*Der Autor knüpft hier an die Umverteilung von Macht und Kapital, ein in Russland seit der Oktoberrevolution von 1917 verbreitetes politisches Thema, an (Anm. der Redaktion).

und des Informationsfeldes – von einem einheitlichen Ur­sprung, der immer existierte und den wir «Gott» nennen, ent­stehen. In jedem von ihnen ist der gegensätzliche Bestandteil latent vorhanden. Grundbedingung für die Existenz von Ge­gensätzen ist ihr permanenter gegenseitiger Übergang. Das Feld strebt danach, Materie zu werden, und die Materie will Feld werden.

Die Anreicherung von Energieverbindungen in der Mate­rie ist Ausdruck des Übergangs des Materiebestandteils in den Informationsbestandteil. Der umgekehrte Prozess kann in Form der Zunahme der Dichte der Materie und ihrer Masse oder in Form einer komplizierteren Organisation erfolgen.

Wenn wir das Sonnensystem betrachten, dann ist das Ziel seiner Existenz die Schaffung von immer komplizierteren Elemen­ten in der Sonne, die Schaffung komplizierterer Informationsver­bindungen durch die Bildung neuer Planeten, die Schaffung komplizierterer Informationsverbindungen auf den Planeten auf der Grundlage der Organik als neue Stufe der Informationsdichte. Das Ziel der Existenz jedes Sternensystems ist die Erschaffung von Leben auf ihm. Das, was wir «Geist» nennen, steht sowohl über dem Informationsfeld, als auch über der Materie.

Hat die Materie eine bestimmte Dichte erreicht, wird sie zu Information. Singularität (der Zustand der Materie, die einst in einem einheitlichen Punkt konzentriert war) ist das Univer­sum. In den feinen Feldebenen sind Materie, Zeit und Raum nicht vorhanden, sie sind ein einziger Punkt. Der Punkt strebt danach, in die Unendlichkeit überzugehen, die Unendlichkeit ist bestrebt, in den Punkt überzugehen. Jeder Feldpunkt des Universums enthält latent die Information über das gesamte Universum. Mit anderen Worten: Der Punkt ist latent die Un­endlichkeit und umgekehrt – die Unendlichkeit latent der Punkt. Es gibt zwei Theorien über die Entstehung der Sterne. Nach der ersten Theorie – begründet von Kant und Laplace – entstanden sie durch Verdichtung interstellarer Materie. Die zweite Theorie – des Akademiemitglieds Ambarzumjan* – spricht von der Entstehung der Sterne aus «schwarzen Löchern». Die In­stabilität im Verhalten junger Sterne und die in ihnen ablau­fenden Explosionsprozesse deuten, nach Meinung des Begründers der Theorie, auf Rückstände von Urmaterie in ihnen hin. Nach dieser Konzeption und im Zusammenhang mit meinen Studien kann man die Entstehung der Sterne als dia­lektischen Prozess des Übergangs von Information in Materie betrachten, das Ergebnis der «Befruchtung» der interstellaren Materie durch den Informationsblock, der sich durch das «schwarze Loch» als Materie realisiert. Die Entstehung der Sterne ist das Ergebnis der Wechselwirkung zweier Existenz­formen – des offenbarten und des latenten Universums. Die Prozesse, die im Inneren der Sterne und im lebenden Organis­mus ablaufen, sind identisch. Das sind Transformations¬pro­zesse von Energie in Materie und umgekehrt. Die Entwicklung des Universums ist die Spaltung der Einheit auf physischer, ma­terieller Ebene und die Stärkung der Einheit auf Informations­und Feldebene; also eine Differenzierung und immer größere Vielfalt auf physischer Ebene und immer größere Einheit auf Feldebene. In der Endphase der Etappe verschwinden die Un­terschiede zwischen den physischen und Feldbestandteilen, und es beginnt eine neue Entwicklungsetappe.

Es besteht somit ein Widerspruch. Das Universum bleibt ein Punkt auf der feinen Feldebene und erweitert sich gleich­zeitig, schafft neue Materie, Zeit und Raum. Die Entwicklung erfolgt nach dem Pendelprinzip durch eine Orientierungsän­derung von der bisherigen Ausrichtung auf die Informations­einheit zur physischen Teilung hin.

* Wiktor Amasaspowitsch Ambarzumjan (1908 – 1996), herausragender armenischer Astrophysi­ker und Astronom (Anm. der Redaktion).

Jedes Objekt im Universum kann als Prozess betrachtet werden, während jeder Prozess gleichzeitig auch ein Objekt ist. In jedem Prozess und Objekt finden Pendelbewegungen von der Informationseinheit zur physischen Differenzierung statt. Die physische Differenzierung muss genau der geistigen Einheit entsprechen. Bedingung für die Entwicklung dieser zwei Ge­gensätze ist das Vorhandensein eines dritten Elements, welches die latente Anwesenheit des einen Gegensatzes im anderen ge­währleistet. Diese Rolle spielt die Energie, sie ist der Vermittler, der die Entwicklung des Universums bestimmt.

Information, Energie und Materie bilden ein einheitliches Ganzes. Diese Erkenntnis gibt es schon seit langem, z. B. in dem christlichen Begriff von der Heiligen Dreifaltigkeit – Gott Vater, Gott Sohn und der Heilige Geist.

Jedes Objekt wiederholt in seiner Entwicklung den kosmi­schen Entwicklungszyklus. Während es auf der feinen Feld­ebene vollkommen einheitlich bleibt, differenziert es sich auf der physischen. Für die Differenzierung auf physischer Ebene ist der vorhergehende Prozess auf geistiger Ebene erforderlich, der größere Stabilität bei physischer Teilung garantiert. Die Priorität der geistigen Ebene ist eindeutig. Somit sieht das Ge­setz von der Einheit und dem Kampf der Gegensätze folgen­dermaßen aus: Das existierende N i c h t s entledigt sich seines Gegensatzes, um dann zu einem vollkommen neuen E t w a s zu werden.

Gehen wir jetzt zur Frage nach dem Ursprung des Lebens über. Mit zunehmender Differenzierung der physischen Welt müssen die Tendenzen der Vergrößerung der Einheit auf Feld­ebene von den feinsten Schichten zu den gröberen zunehmen. Dieses Einheitsverhältnis wirkt auch auf den Ebenen, auf denen es früher nicht zutage trat.

Mit zunehmender Verschiedenheit vergrößert sich das Einheitsverhältnis im begrenzten Teil des Raums derart, dass sich das Objekt vom Universum hervortut und sich von ihm abson­dert. Seine Anpassung an das Einheitsverhältnis im Umfeld würde seinen Untergang bedeuten. Die Informationsdichte nimmt derart zu, dass eine Konfrontation zwischen Objekt und Umwelt entsteht. Das Leben ist die strategische Einheit des Ob­jekts mit dem Universum über seine taktische Negierung. Man kann sagen, dass das Leben im Universum in seinem ganzen Körper gleichzeitig entstanden ist und einen einheitlichen Me­chanismus darstellt, der die weitere Differenzierung in unver­brüchlicher Verbindung und im Zusammenwirken aller seiner Bestandteile fortsetzt. Die Entwicklung dieses Prozesses und die physische Vielfalt sind nur bei Orientierung auf die ur­sprünglichen Informationsprozesse der Einheit möglich. Ma­terie, Zeit und Raum sind die äußere Form, Information und Geist – das ist der Inhalt. Der Inhalt wird durch die Form rea­lisiert, die Form entwickelt den Inhalt.

Dem Leben eines jeden Objekts im Universum liegen Pen­delbewegungen, also eine abwechselnde Orientierung auf In­formations­und physische Prozesse, zugrunde. Da das menschliche Leben eine Widerspiegelung des Universums «en miniature» ist, laufen die Prozesse des Übergangs von Infor­mation in Materie bedeutend schneller ab. Das lebende Objekt zeichnet sich durch ein höheres Einheitsverhältnis und Tempo des Übergangs von Information in Materie aus. Wahrscheinlich ist die Zunahme von Einheit und Tempo des gegenseitigen Übergangs Sinn der Entwicklung des lebenden Objekts.

Je höher der Grad der inneren Einheit und der Informati­onsdichte ist, umso stärker sondert sich der Organismus von der Umwelt ab. Das ist der Vorgang, den wir als Entwicklung des Bewusstseins und der Persönlichkeit bezeichnen. Der Pro­zess der physischen Absonderung von der Umwelt ist nur bei zunehmender Vereinigung mit dem Universum möglich. Der Prozess der Vereinigung mit dem Universum ist das, was wir Kultur nennen, der Prozess der Absonderung – das ist die Zi­vilisation. Die Kultur bringt die Zivilisation hervor. Die Zivili­sation stößt anfangs die Kultur ab, doch kehrt sie dann, um nicht unterzugehen, wie der verlorene Sohn zu ihr zurück, um diesen Prozess erneut auf höherer Ebene und mit größerer Am­plitude zu wiederholen. Erfolgt die Rückkehr zur Kultur nicht auf entsprechender Ebene, führt dies zum Untergang der Zivi­lisation. Ein Verstoß gegen die Tendenz der Einheit und das Ge­fühl, welches sie im Universum realisiert, nämlich die Liebe, führt zum Untergang der Zivilisation.

Es herrscht die Ansicht, dass das Wesen des Gesetzes der Einheit und des Kampfes der Gegensätze ihre Aussöhnung ohne gegenseitige Vernichtung ist. Hauptbedingung für die Aussöh­nung der Gegensätze ist die Geschwindigkeit ihres gegenseiti­gen Übergangs. Der Hauptunterschied zwischen lebender und unbelebter Materie besteht in dem Tempo des gegenseitigen Übergangs der Gegensätze; somit ist das Ziel des Lebens die Verstärkung der Offenbarung von Geist in der Materie mittels der Erhöhung des Tempos dieses Übergangs.

Erinnern wir uns an das Pendel. Bei einer bestimmten Schwingungsgeschwindigkeit gibt es zwei einander ausschlie­ßende Zustände – den Ausschlag des Pendels vom Zentrum nach rechts und nach links. Diese entgegengesetzten Zustände können, ohne sich gegenseitig zu beseitigen, nur deshalb exis­tieren, weil sie zeitlich versetzt sind. Der Versuch, sie beispiels­weise in einer Sekunde bei einer Schwingungsgeschwindigkeit des Pendels von fünf Sekunden zu koordinieren, bedeutet den Abbruch der Bewegung und das Aufhalten der Entwicklung. Und wenn wir uns vorstellen, dass sich die Schwingungsge­schwindigkeit des Pendels auf einige Schwingungen pro Se­kunde erhöht hat, bedeutet es, dass eine Koordinierung der beiden entgegengesetzten Zustände ohne ihre gegenseitige Ver­nichtung stattfinden muss.

Das Leben auf der Erde entstand als Methode zur Wahrung ihres Einheitsverhältnisses mit der Sonne, die die Planeten von sich getrennt hat, d.h. das physische Einheitsverhältnis verrin­gert und die Informationseinheit zum Ausgleich der physischen Trennung erhöht hat. Somit erfolgte eigentlich keine Trennung. Jedes Objekt des Universums ist bestrebt, etwas, was ihm auf physischer Ebene entgegengesetzt ist, von sich zu trennen und die Einheit auf Informationsebene zur Entwicklung des Systems zu verstärken. Die Mutter, die ihr Kind zur Welt bringt, und der Stern, der Planeten entstehen lässt, tun ein und dasselbe. Die physische Trennung muss durch die geistige Einheit kompensiert werden. Das Leben auf der Erde ist die Bestätigung des Prozes­ses, der die Einheit des neuen Planeten und der Sonne realisiert. Das Sonnensystem strebt einerseits nach maximaler physischer Differenzierung und andererseits nach Informationseinheit. Das Leben, das auf der Erde entstanden ist, entwickelt sich nach die­sen Gesetzen. Auf physischer Ebene bilden sich neue Arten, er­höht sich die Vielfalt der Formen, und auf Feldebene verstärkt sich das Einheitsverhältnis. Das Leben auf der Erde ist nicht nur als einheitlicher Organismus entstanden, sondern existiert auch weiterhin als einheitlicher Organismus und wird vom Sys­tem der Selbstregulierung, das sich auf der Informations­und Energieebene realisiert, gesteuert. Ziel dieses Systems ist es, die Übereinstimmung des Verhaltens des Teils mit den Interessen des Ganzen zu gewährleisten. Je höher die Energiemöglichkei­ten eines Glieds sind, desto mehr muss es sich auf das Zentrum orientieren. Wenn sich die Verbindung zum Zentrum verzögert und die Autonomie der Glieder zunimmt, kann das System un­tergehen. Deshalb ist die Aussonderung von Gliedern, welche die Einheit des Systems zerstören, unvermeidlich.

Das Verhalten des Objekts muss den Informationsstruktu­ren des ganzen Organismus entsprechen. Stimmt das physische, emotionale und Informationsverhalten des Objekts mit dem Programm, das dem Informationsfeld des Systems zugrunde liegt, nicht überein, dann attackiert das Feld des Systems das Feld des Objekts. Die Felder des Objekts werden deformiert und ein Zerstörungsprogramm wird eingegeben, d.h. es erfolgt die Rückkehr zum Ausgangszustand. Ein solches Objekt kann sowohl der einzelne Organismus als auch eine Gruppe, die die Gesetze der Einheit verletzt, sein. Anders ausgedrückt: Die Ge­sundheit des Geistes bestimmt die Gesundheit des Körpers.

Das Informationsfeld hat gegenüber dem Körper das Pri­mat und bestimmt sein Schicksal, seinen Charakter und seinen Zustand. Somit kann gesagt werden, dass Kenntnis und Einhal­tung der Gesetze des Informationsfeldes des Universums, der Gesetze der Einheit, der Ethik und der Liebe die Hauptbedin­gung für die physische Gesundheit darstellen.

Gegenwärtig hat sich das Tempo aller Prozesse auf der Erde derart erhöht, dass eine unmittel – bare Zunahme der physischen Adaption erforderlich ist. Die Biosphäre verändert sich rasant. Da die Informationsprozesse im Universum das Primat ge­genüber den physischen Prozessen haben, sind Fragen der phy­sischen Adaption in erster Linie mit der Einwirkung auf Informations­und Geistesstrukturen des Menschen verbunden. Daraus erklärt sich auch die allgemeine Begeisterung für Magie, Okkultismus, Yoga und verschiedene religiöse Strömungen. Die Menschen begrüßen begeistert den neuen Messias oder Guru, der ihnen Rettung und neue Wahrheit verspricht. Alle erwarten fertige Lösungen und vergessen dabei, dass die Grundbedingung für die Wiedergeburt schwere und qualvolle Arbeit ist, deren Ziel­setzung der Menschheit seit langem bekannt ist – die Umwelt zu erkennen, ihre Gesetze zu erforschen und sie einzuhalten Das Energiepotential der Menschen hat sich in den letzten Jahren stark erhöht. Was früher in Jahren beharrlicher Arbeit erreicht wurde, ist heute in einigen Monaten erreichbar. Die Möglichkeiten des Menschen sind so gewachsen wie die eines Radfahrers, der sich an den Steuerknüppel eines Flugzeugs ge­setzt hat. Aber wenn hierbei die Psychologie des Radfahrers beibehalten worden ist und sich nicht zur Psychologie des Pi­loten entwickelt hat, dann lassen sich diese Möglichkeiten nur schwer nutzen.

Das psychologische Niveau des Durchschnittsmenschen und desjenigen, der Zugang zu den Möglichkeiten einer erhöh­ten Energieeinwirkung auf lebende und unbelebte Objekte er­halten hat, dürfte sich noch mehr unterscheiden.

Meine Studien zeigen, dass man heutzutage der lebenden und unbelebten Natur nicht nur durch physische Handlungen und starke Emotionen, sondern auch durch unvorsichtiges Den­ken schaden kann. Die Folgen negativer Einwirkung vergrö­ßern sich in geometrischer Reihe mit den erhöhten Energiemöglichkeiten des Menschen. Die Informations­und Energieeinwirkung auf lebende und unbelebte Objekte kann sehr gefährlich sein. Aggression gegenüber einem Menschen – das ist gleichsam ein Programm zur Zerstörung von all seinen Verwandten und Kindern. Da der Mechanismus der Feldselbst­regulierung in Aktion tritt, erhalten der Angreifer selbst und seine Verwandten die negative Einwirkung zurück. Die psycho­logische Ausbildung der Menschheit bleibt enorm hinter ihren Energiemöglichkeiten zurück, so dass man sagen kann, dass sich die Menschheit momentan im Selbstvernichtungsmodus befindet. Folgen hiervon erleben wir bereits heute.

Worin liegt die Ursache der tragischen Diskrepanz zwi­schen der heutigen Psychologie des Menschen und den Reali­täten der Umwelt? Die Psychologie des modernen Menschen der westlichen Zivilisation, der der größte Teil der Menschheit angehört, ist Pragmatismus. Sie legt den Schwerpunkt nicht auf die Ansammlung von Information, sondern auf ihre Realisie­rung. Daher fällt der wenig ergiebige, «unrentable» Prozess der Erschließung der Welt, der Schaffung neuer Erkenntnis­und Ethikstrukturen aus der allgemeinen Zielstellung heraus. Dem schweren, langwierigen Erkenntnisprozess werden fertige Rezepte mit maximalem praktischen Effekt vorgezogen.

Analysiert man die Entwicklungswege jeder Religion sowie von Magie und Yoga, dann sind überall folgende Haupt­etappen festzustellen:

­Erfassen und Erkennen der Welt in der gegenwärtigen Lage, wobei die Umwelt, die eigene Abhängigkeit von ihr und die Wechselwirkung mit ihr negiert werden;

­Aufdeckung der Entwicklungsgesetze der Welt und Schaf­fung eines Verhaltenssystems, das diesen Gesetzen entspricht;

­praktische Anwendung von früher gewonnenem Wissen.

Früher erstreckte sich dieser Prozess über Jahrhunderte und Jahrtausende, deshalb konnten ihn die Menschen oft nicht vollständig erfassen und sehen, ähnlich den Blinden im Gleich­nis, die einen Elefanten abtasten und versuchen sich vorzustel­len, was das ist. Heute hat die Menschheit die Chance, diesen Prozess in seiner ganzen Einheit zu sehen.

Momentan überwiegt bei der Suche nach geistiger Vervoll­kommnung der Absonderungsprozess. Manche Richtungen ori­entieren sich nur auf die erste Stufe – die Sammlung von Information. Das ist der Weg der Abwendung von der Wirklich­keit, der Ablehnung der Zivilisation als solcher, des Verzichts auf die beiden nächsten Stufen. Diesen Weg verkünden bei­spielsweise die Krishna-Anhänger. Eine andere Richtung ori­entiert sich auf die Rückkehr zu den Prinzipien der Ethik, zum richtigen Verhalten – das sind verschiedene religiöse Strömun­gen. Eine dritte Richtung ist auf die Anwendung praktischer Ergebnisse orientiert und vernachlässigt das Wissen sowie die ethische Seite. Hierzu gehören die Magie und die Zauberei.

Eine interessante Transformation fand auf dem Gebiet au­ßersinnlicher Wahrnehmungen statt. Diese Strömung, die von Elementen des Wissens und der Ethik ausging, ist sehr stark entartet, als ihre Vertreter dem Gelderwerb verfallen sind. Heute ist sie hauptsächlich auf Magie und Zauberei orientiert. Diese Entwicklung ist vollkommen natürlich und gesetzmäßig, denn auf die Schnelle erfolgt eine Modellierung aller Prozesse, die es gestattet, den «Elefanten» vollständig zu sehen, d.h. die Prozesse, die den heutigen Stand der Menschheit und die vor ihr stehenden Probleme bestimmen, zu sehen und zu erkennen.

Die Hauptbedingung für das Überleben in der gegenwär­tigen Situation ist es, auf der Grundlage der Prinzipien der Dia­lektik dasjenige zu vereinen, was früher unvereinbar war: Die Abkehr vom Irdischen und die Hinwendung zur Einheit mit dem Kosmos und die Erlangung von Information, ihre Umsetzung in moralische Gesetze und deren praktische Realisierung auf allen Ebenen.

«Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon.», sagte Christus (Matthäus 6,24). Vor zwei Jahrtausenden war die Verbindung dieser entgegengesetzten Tendenzen im Verlauf des Lebens eines Menschen unmöglich. Heute hat sich die Welt verändert, das Tempo des Pendels für den wechselseitigen Übergang von Materie und Information, bei dem es nicht durch Stillstand zur gegenseitigen Vernichtung kommt, hat sich geän­dert. Daher kann man davon sprechen, dass der Mensch, dem es beschieden ist, die nächsten Jahre zu überleben, gleichzeitig Heiliger, Durchschnittsmensch und Geschäftsmann sein muss. Im Bewusstsein eines jeden Menschen von heute müssen zwei entgegengesetzte Prozesse stattfinden: die Lossagung von der Welt und das Streben nach Kosmos und Heiligkeit einerseits sowie die Realisierung der gewonnenen Information, aktives Handeln und verstärktes zweckdienliches Denken andererseits. Es handelt sich im Grunde um ein neues Denken, welches die physische und geistige Struktur des neuen Menschen bestimmt. Also Heiligkeit, Entsagung, Realisierung des Wissens auf der Ebene der Gedanken und Emotionen und in sozialen und tech­nischen Strukturen. Die Vereinigung darf nicht mechanisch sein, denn das käme einem Stillstand des Pendels gleich, son­dern muss einen einheitlichen Prozess mit sukzessivem Durch­laufen aller drei Stufen darstellen. Jeder Mensch muss heilig werden, die Heiligkeit wird mit der Erkenntnis der Welt und Orientierung auf das Universum ständig größer, gleichzeitig erfolgt die Selbstverwirklichung im emotionalen und prakti­schen Leben. Die Kultur muss die Zivilisation ständig voran­bringen. Im Wertesystem muss der Heiligkeit und nicht der Zweckdienlichkeit Priorität beigemessen werden, denn der Kosmos ist primär und die Zivilisation sekundär.

Eine jede Zivilisation stand auf den Schultern von Heiligen und nicht von Zauberern. Legenden zufolge besaßen die Men­schen früher ein offenes drittes Auge. Sie hatten Zugang zu In­formationen, die auf außersinnlichem Weg, unabhängig von Raum und Zeit, erhalten wurden. Dann schloss sich das dritte Auge. Die Ursachen hierfür sind nicht bekannt, obwohl sie wahrscheinlich einfach sind: Werden die Normen der Ethik nicht eingehalten, ist primäres Wissen nicht zu erschließen. Aber anscheinend steht die Realisierung von Wissen nicht in direktem Zusammenhang mit Ethik. In einer bestimmten Etappe blieben die ethischen und psychologischen Pegel so sehr hinter den Möglichkeiten zurück, dass die Existenz der Zivilisation dadurch bedroht war. Deshalb bedeutete die Schließung des dritten Auges gleichsam die Rettung.

Leider klammern die meisten modernen Schulen für geis­tige und physische Entwicklung die beiden ersten Stufen aus ihrem Lehrprogramm aus – die Erkenntnis und die Moral. Das Durchlaufen dieser Stufen erfordert 95 Prozent des Aufwands an Mühe und Zeit und bringt kein unmittelbar sichtbares Er­gebnis. Viele Schulen verfolgen faktisch die entgegengesetzte Richtung, so dass ihr Ergebnis dem Verfall gleichkommt.

Die Evolution lebender Organismen verläuft exponentiell: Anfangs findet ein sehr langer Prozess der Anhäufung von Wis­sen statt, erst dann erfolgt seine Realisierung.

Um in der heutigen Zeit zu überleben, müssen sich die An­häufung von Information und ihre Verwendung vereinen und dürfen sich nicht gegenseitig vernichten. Das heißt, dass der Geschäftsmann, der Politiker und der Wissenschaftler zu Hei­ligen werden müssen. Ethik muss für sie zur wichtigsten Frage werden. Besonders schwerwiegend ist diese Frage in der Bio­energetik. Versuche, Methoden der Magie und Zauberei für per­sönliche, egoistische Interessen zu nutzen, kollidieren mit den höchsten Gesetzen des Universums. Das Ergebnis ist in der Regel tragisch, doch nicht immer offensichtlich, denn die Fol­gen treten allmählich und langsam zutage, und der Mensch kann nicht immer Ursache und Wirkung in Zusammenhang bringen. Das Mädchen, das seinen Geliebten verhext, ahnt nicht, dass sie die Psyche, das Schicksal und die Körper der künftigen Kinder zerstört.

Eine Tendenz, die sich bereits ziemlich deutlich abzeichnet, ist die Ausbildung von okkulten und magischen Fähigkeiten für rein persönliche Interessen. Die Glieder des Systems berück­sichtigen in ihrem Verhalten nicht die Interessen des gesamten Systems, wodurch ihm ein völliger Zerfall droht. Wie uns aus der Geschichte bekannt, haben sich Stämme mit starken Tra­ditionen in Magie und Okkultismus nicht weiterentwickelt und sind in der Folge ausgestorben.

Der heutigen Zivilisation liegen Weltreligionen zugrunde d.h. Systeme, die alle Kräfte des Menschen auf die Formierung und Entwicklung von feinen geistigen Strukturen, die im Hin­blick auf die Erhaltung der Welt aktiv sind, richten. Die von den Religionen vermittelte Erkenntnis, mit allen vereint und für das Schicksal der Menschen verantwortlich zu sein, versetzte den Menschen in die Lage, die Einheit mit seinen Kindern, Eltern und den geliebten Menschen zu spüren und seine Verantwor­tung für das Schicksal seiner Nachkommen zu begreifen. Indi­rekte Warnungen, dass die Kinder für die Sünden der Eltern büßen müssen, wurden in der Bibel gegeben. Gerade die Zer­störung feiner Feldstrukturen, die für die Einheit mit den Eltern, Kindern und den geliebten Menschen verantwortlich sind, führt zu schwersten Erkrankungen, zu Deformationen des Schicksals eines Menschen und seiner Persönlichkeit.

Die Weltreligionen sorgten sich um den Erhalt dieser Struk­turen und ihre Entwicklung. Das Gebot, selbst die Feinde zu lie­ben, hat aus der Sicht der Bioenergetik große Bedeutung. Es blockiert das Programm der Zerstörung des anderen Menschen bzw. der Selbstzerstörung auf der Feldebene des Unterbewusst­seins. Der Mensch, der die Gesetze der Feldselbstregulierung nicht kannte und nicht wusste, dass sein Hass die Ursache für schwere Krankheiten seiner Kinder werden konnte, war dennoch viele Jahrhunderte durch die religiösen Gebote der Liebe und des Guten geschützt, die seine Gesundheit und die seiner Kinder bewahrten und im Grunde die Entwicklung der Zivilisation ge­währleisteten.

Das System der Feldselbstregulierung funktionierte auto­matisch. Deshalb konnte sich, ohne sich selbst zu schaden, ohne die Gesundheit seiner Kinder und den Zerfall seiner Persön­lichkeit zu riskieren, nur derjenige Mensch mit Magie und Ok­kultismus beschäftigen, der die Gesetze des Universums kannte und erfüllte, jemand mit gut entwickelten höchsten geistigen Strukturen. Bei den übrigen setzte allmählich der Zerfall der ethischen, psychischen und geistigen Strukturen ein, sie wurden «schwarz» und verfielen. Da dieser Prozess früher bedeutend langsamer als heute ablief, entstand bei vielen der Eindruck, dass der «schwarze» Magier die Norm und nicht eine patho­logische Erscheinung sei.

Heute führt die geistige Begrenztheit vieler Wundertäter, die sich auf komplizierte Einwirkungsversuche einlassen, zum geistigen und schließlich auch zum physischen Verfall ihrer selbst oder ihrer nächsten Angehörigen. Ich kenne einige Fälle, in denen für den geistigen Verfall nicht ethisch handelnder Wun­dertäter deren Kinder, Verwandte und sogar deren engste Freunde und Schüler büßen mussten. Da das Energiepotential geistiger Strukturen hundert­und tausendmal größer als das der physischen Strukturen ist, verläuft der geistige Verfall lange Zeit im Verborgenen und unbemerkt. Setzt der physische Verfall ein, werden Versuche, den Menschen zu heilen, von den verfal­lenen geistigen Strukturen blockiert – hiermit erklärt sich auch, warum die Medizin immer häufiger nicht mehr zu helfen ver­mag. Viele glauben naiv, dass sie, wenn sie einen Betrag bezahlt und Lehrgänge absolviert haben, Magier und Zauberer werden. Doch in dieser Wissenschaft sind, im Unterschied zu anderen Wissenschaften, nur einzelne zu Jüngern berufen – das sind Menschen mit einem ausreichend reinen Karma, mit entwickel­ten geistigen Strukturen, mit strategischem Denken, mit seeli­scher Güte und großer Selbstdisziplin. Bei der Analyse okkulter und magischer Techniken kann man feststellen, dass nicht die Ansammlung von bestimmten Methoden, sondern die persönli­chen Eigenschaften des Meisters und des Lehrlings ausschlag­gebend sind. Das Streben vieler angehender Wundertäter, Zugang zu höheren Möglichkeiten zu erlangen und dabei die Stufe der quälenden geistigen Vervollkommnung zu übersprin­gen, kann tragisch enden. Da das Schicksal des Menschen, der Charakter und der Zustand des physischen Körpers von den Feldstrukturen bestimmt werden, kann unüberlegtes Handeln auf diesem Gebiet der ganzen Menschheit schaden.

Das Unterbewusstsein des Menschen war von jeher zuver­lässig geschützt. Der Prozess des Eindringens ins Unterbe­wusste erfolgte langsam, unter natürlicher Aussonderung der negativen Programme mit Hilfe der Ethik der Gesellschaft, der religiösen Schutzsysteme.

Psychoanalytiker verschiedener psychotherapeutischer Schulen begannen, das Unterbewusstsein des Menschen zu stürmen, wobei dieser Prozess in den letzten Jahrzehnten bei­spiellose Ausmaße angenommen hat. Hierbei wird rücksichts­los in die Feldstrukturen eingedrungen und auf sie eingewirkt, ohne die späteren Folgen dieser Einmischungen entsprechend zu berücksichtigen. In der Regel interessiert die Forscher wenig, was das Unterbewusstsein ist und wie es auf das Ein­dringen reagiert. Für sie sind konkrete, schnelle Ergebnisse wichtig, und nicht das tiefgehende Verständnis der Prozesse, welche die Gesundheit und das Schicksal des Menschen und seiner Angehörigen bestimmen.

Das mangelnde strategische Denken in der Bioenergetik und die Bevorzugung taktischer Methoden möchte ich mit dem Verhalten eines Autofahrers vergleichen, der die ihm für das Studium der Verkehrsregeln eingeräumte Zeit nutzt, um die Mo­torleistung des Wagens zu erhöhen – das ist zwar effektiv, aber das Ergebnis ist unvorhersehbar und riskant.

Ich möchte an dieser Stelle ausführlicher auf die Methoden des Schutzes eingehen. Lange Zeit wirkte als Schutzmechanis­mus die Tatsache, dass gar nicht bekannt war, dass auf den Men­schen bioenergetisch eingewirkt werden kann. Diejenigen, die davon wussten, erkannten die Gefahr und gründeten geschlos­sene Schulen, um die Bioenergetik zu studieren. Ein hervorra­gendes Schutzsystem waren die ethischen religiösen Lehren, die das Gute nicht nur in Handlungen, sondern auch in Emotionen und sogar Gedanken predigten. Und wie paradox es auch klin­gen mag, eine große Rolle spielte bei diesem Schutz auch die Wissenschaft, welche die Bioenergetik und die Möglichkeit von Informations­oder Energieeinwirkung auf den Menschen durchweg leugnete. Es gab auch Mechanismen des sozialen Schutzes vor denen, die aktiv Magie und Zauberei betrieben. Heute sind alle diese Blockierungen zerstört, das Gehirn steht offen. Der Sturm auf das Unterbewusstsein, welches für die phy­siologischen und psychologischen Prozesse im Organismus zu­ständig ist, begann bereits im vorigen Jahrhundert. Heute erfolgt er nicht mehr spontan, sondern zielgerichtet. Psychothe­rapeuten, Wunderheiler, Zauberer und Hypnotiseure dringen rücksichtslos in das Unterbewusstsein ein, orientieren sich auf den äußeren Effekt und lösen damit rein praktische Aufgaben. Dies geschieht in vollkommener Unkenntnis dessen, was Unter­bewusstsein ist und nach welchen Gesetzen es funktioniert.

Meine Studien zeigen, dass das Unterbewusstsein und das Energieinformationsfeld ein und dasselbe sind, und dass jede Einwirkung auf Feldstrukturen bedeutet, auch auf das Unter­bewusstsein, auf alle Systeme der physiologischen und psycho­logischen Selbstregulierung einzuwirken. Experimentatoren und Praktiker interessieren sich nur für Eindringtiefe und Selbstregulierungsprozesse des Unterbewusstseins. Um noch tiefer einzudringen zu können, wird sogar zu Geräten gegriffen. Auf diese Weise wurde die Bioenergetik zur Wissenschaft der praktischen Einwirkung auf den Menschen. Niemand denkt daran, dass wir durch die Heilung des Körpers der Seele scha­den können, dass Krankheit ein Schutz ist, der Fehlverhalten und Verstöße gegen die Umwelt blockiert, und dass der Wun­derheiler vor allem die Krankheitsursachen ausfindig machen muss und dabei Hilfe zu leisten hat, diese zu verstehen und in Zukunft zu vermeiden. Die Reduzierung der Bioenergetik allein auf physische Parameter bedeutet die Abschaffung der Stufen der Erkenntnis und Ethik im Interesse rein praktischer Ergeb­nisse. Wer glaubt, durch Tabletten oder Zaubermethoden ge­rettet werden zu können, ist bereits krank. Der wichtigste Schutz vor Krankheiten ist die Erfüllung höchster ethischer Gesetze.

Als die Natur den Weg des physischen Schutzes beschritt, z. B. durch die Gewichtsvergrößerung der Dinosaurier und Panzerung der Schildkröten, geriet die Evolution ins Stocken. Eine Überlebenschance hatte nur, wer physisch am wenigsten und geistig am besten geschützt, wer bereit war, seine psycho­logische Struktur und sein Verhalten in Übereinstimmung mit den auf der Erde ablaufenden Prozessen zu ändern. Ethik war gestern noch Luxus, heute ist sie eine Notwendigkeit, und mor­gen die einzige Möglichkeit zum Überleben. Wer nur an die physische Gesundheit denkt, den kann in den nächsten Jahren das Schicksal der Dinosaurier ereilen.

Was wir Immunität nennen, ist die Unversehrtheit, der qua­litative Zustand der Feldhülle. Wer sich mit Magie zum Nachteil von Ethik, Liebe und Erkenntnis der Welt beschäftigt, zerstört sich selbst, seine Kinder und seine Verwandten. Der Mensch sollte heute, wenn er nicht stark genug ist, ausschließlich Hei­liger werden. Wenn er Stärke besitzt, kann er die Heiligkeit mit dem weltlichen Leben vereinen. Und wenn der Mensch zu schwerer Arbeit bereit ist, um größere Möglichkeiten zu er­schließen, kann er sich mit der Bioenergetik beschäftigen.

Die stabile informationstruktur
«Mensch»

Es ist noch gar nicht so lange her, als in medizinischen Kreisen über die Berechtigung des Begriffs «Energieinforma­tionsfeld» diskutiert wurde und sich eine neue Armee von Scharlatanen und Eiferern zur Verfechtung dieses Begriffs for­mierte. Heute weiß fast jeder, dass der kompakte physische Körper des Menschen von für die meisten unsichtbaren Infor­mations­und Energieschichten umgeben ist.

Wir wollen untersuchen, was der Mensch aus der Sicht der Bioenergetik ist.

Die Bestimmung der Schichten, die die Informations­und Energiehülle des Menschen ausfüllen, und ihre Wechselbezie­hungen sind sehr kompliziert.

Vor vielen Jahren, als ich begann, mit der Rute zu arbeiten, wollte ich die Form des Feldes beim Menschen untersuchen. Solange sich meine Hand mit der Rute parallel zum Körper be­wegte, war alles normal – die Grenzen des Feldes waren für mich gut erkennbar, dort drehte sich die Rute um 180°. Doch als ich den Verlauf des Feldes über dem Kopf sehen wollte, zeigte sich, dass ich, auf dem Fußboden stehend, das Ende des Feldes nicht erreichen konnte. Ich stieg auf einen Stuhl und streckte die Hand mit der Rute nach oben, doch die Rute wollte sich überhaupt nicht bewegen, was bedeutet, dass sich die Grenze noch höher befand.

Dann beschloss ich, diese Messungen anhand eines Phan­tombilds fortzusetzen. Ich zeichnete auf Papier einen Menschen und suchte mit der Rute die Grenze des Feldes. Die Hand mit der Rute bewegte sich über den Papierrand hinaus, so dass ich den Maßstab verändern musste. Ich legte für den Ausschlag der Rute nach oben anfangs Meter, dann Kilometer zugrunde, doch die Rute bewegte sich nicht. Dann kam mir der Gedanke, das Feld des Menschen reiche nach oben möglicherweise bis an das Ende des Universums. Da drehte sich die Rute um 180°. Ich begriff, dass das Feld des Menschen das ganze Universum einnimmt, d.h. von der Grenze des physischen Körpers jeweils nach oben und nach unten bis in die Unendlichkeit reicht.

Die Dichte der Feldschichten und die darin enthaltenen In­formationen sind unterschiedlich. Die Schicht mit der größten Energiedichte enthält Informationen über den Zustand des phy­sischen Körpers und seiner Organe und wird für medizinische Diagnosen verwendet.

Die Karmastrukturen befinden sich in feineren Schichten, und ihre hierarchische Abhängigkeit ist sehr komplex. In den benachbarten Schichten werden die Informationen über Hand­lungen, Emotionen, Gefühle und Gedanken des Menschen aus diesem Leben gespeichert. Die tieferen Schichten enthalten Strukturen des Familienkarmas, das sind Informationen über die nächsten Verwandten väterlicher­und mütterlicherseits und über die Kinder.

Das persönliche Karma des Menschen und sein Verhalten in früheren Leben befinden sich auf einer noch feineren Ebene, und je tiefer der Heiler in das Feld des Menschen eindringen kann, umso größere Einwirkung kann er ausüben. Darin besteht gleichzeitig die Stärke sowie auch die Schwäche der Karmadia­gnostik. Ich glaube, dass heute niemand in der Lage ist, unein­geschränkt in das Feld des Menschen einzudringen, denn jedes Eindringen ist mit Wechselwirkungen verbunden und solche Wechselwirkungen können nur dann ungefährlich sein, wenn der Heiler ein vollkommener Mensch mit einem reinen Karma ist.

Seit mehr als zwei Jahren beschäftige ich mich täglich mit der Reinigung meines Karmas und weiß, wie viel sich noch meiner Macht entzieht. Vor jedem Kontakt mit dem Feld eines anderen Menschen überprüfe ich, ob ich mit der Heilung be­ginnen kann, und wenn ich ein Verbot erhalte, bedeutet dies, dass es in meinem Feld Verstöße analog denen gibt, gegen die ich gerade ankämpfen muss, und solange ich diese nicht aus meinem Feld entfernt habe, bin ich nicht berechtigt zu heilen, denn meine Informationsstrukturen können dem Kranken scha­den und seine Strukturen sich möglicherweise in mein Feld ver­lagern, und dann müssen meine Angehörigen und ich selbst das Karma meines Patienten abarbeiten.

Tagore* sprach davon: Stark und mächtig zu sein bedeutet nicht, an Stärke überlegen zu sein, sondern den Schwachen auf das eigene Niveau anzuheben. Ich frage mich, warum viele Heiler ihre Methode nicht an ihre Schüler weitergeben konnten. Für mich habe ich ein für alle Mal entschieden, dass die Haupt­sache nicht in der Entwicklung einzigartiger Fähigkeiten be­steht, sondern in der Fähigkeit, Informationen zu vermitteln und ihre Anwendung zu lehren. Früher war ich der Meinung, dass viele Heiler ihre Geheimnisse nicht offenbaren wollten, um im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu bleiben und maxi­malen Nutzen daraus zu ziehen, doch dann verstand ich: Es war nicht nur so, dass sie es nicht wollten, sie konnten es auch nicht. Im Großen und Ganzen waren ihre Methoden durch bestimmte Handgriffe und Techniken geprägt, die sie im Laufe der Zeit ansammeln konnten, in denen aber das Wichtigste unberück­sichtigt blieb: das ständige Streben nach Erfassung und Er­kenntnis der Welt, die Systematisierung des gewonnenen Wissens zum Verständnis der Lebensgesetze des Universums. Als einzige Ausnahme ist Jesus Christus zu nennen, bei dem

* Rabindranath Tagore (1861 – 1941), bengalischer Dichter, Philosoph und Künstler, Träger des Nobelpreises für Literatur 1913 (Anm. der Redaktion).

die Heilung immer unverbrüchlich mit dem Verständnis der Welt, das er den Menschen in Form von Gleichnissen, Gesetzen und Ratschlägen vermittelte, verbunden war.

Auch wenn in diesem Buch von Studien gesprochen wird, sind doch oft abstrakte Begriffe wie «das Göttliche», «die gött­lichen Gefühle» oder «die Heiligkeit» anzutreffen. Ich denke, dass es bei aller erdenklichen Entwicklung der Wissenschaft und ihres erreichbaren Standes immer ein Gebiet des Unerforschba­ren geben wird, das sich weder der mathematischen noch der logischen Analyse des menschlichen Bewusstseins erschließt noch von diesen Begriffen bestimmt werden kann. Bei der Er­forschung der Grenzzonen, die sich außerhalb der Logik und of­fiziellen Wissenschaft befinden, verwende ich Begriffe, die eine bestimmte Bedeutung in dem beschriebenen System haben.

Wenn also die Rede von «göttlichen Gefühlen» ist, wird sie jeder je nach seiner Weltanschauung und dem Niveau seiner Ethik auf seine Weise verstehen. Doch je höher sich seine Ge­fühle auf der Werteskala der Menschen befinden, umso besser. Der Begriff «unbelebte Natur» ist ein Sammelbegriff und schließt vor allem Güter der materiellen Welt, die der Mensch nutzt, ein. Heilende Einwirkung kann Tausenden helfen, die Erkenntnis der Welt kann Millionen Menschen retten. Diese Einsicht ist eng mit dem Mechanismus der Reue verbunden, deren Aus­wirkung ich in Veränderungen der Karmastrukturen sehen konnte. Nachdem ich verstanden hatte, inwieweit der physische Zustand vom Zustand der Karmastrukturen im Feld des Men­schen bestimmt wird, versuchte ich, unterschiedlich auf sie ein­zuwirken – mit Methoden der Magie, der Zauberei, mit Mitteln der Volks­und traditionellen Medizin. Ich probierte alles, doch die Ergebnisse waren oberflächlich.

Daraus zog ich eine relativ einfache Schlussfolgerung:

Eine verstärkte Einwirkung auf den Patienten bewirkt nichts anderes, als ihm Verletzungen zuzufügen; sie kann zwar zu einer momentanen, sichtbaren Besserung führen, jedoch löst sie nicht das Hauptproblem. Gewalt bleibt unabhängig von ihrer Form immer Gewalt. Ich begriff, dass nur ein Mittel, das der Menschheit von jeher bekannt ist, am effektivsten und si­chersten sein kann – die Buße.

Wenn ich mit meinen Methoden in die Geistesstrukturen des Menschen eindringe, lasse ich mich von meiner Logik und meiner Weltsicht leiten. Da ich Teil des Universums bin und auf Geistesebene Kontakt zum ganzen Universum aufnehme, übertrage ich aufgrund meiner Unvollkommenheit in jedem Fall etwas von mir in das Feld des betreffenden Menschen.

Eine Einwirkung darf nur aus der Perspektive des Ganzen, d.h. des Universums, erfolgen, und dies ist erst dann möglich, wenn der Mechanismus der Reue in Aktion tritt und die Reue an die Seele des Universums, d.h. an Gott, gerichtet ist.

Warum auf Gott und nicht auf das gesamte Universum? Weil unser Bewusstsein beim Wort «Universum» ein Modell von kolossaler Ausdehnung generiert, in dem auch Raum, Zeit und Materie existieren. Somit können wir uns das Universum schwer als einheitliches Ganzes vorstellen. Erst wenn wir der geistigen Grundlage einen entsprechend hohen Stellenwert bei­messen, verschwinden die einzelnen Bestandteile und es ent­steht das Gefühl der absoluten Einheit.

Wenn sich der Mensch gedanklich Gott zuwendet und um Vergebung seiner Sünden bittet, werden seine Seele und sein Körper erstaunlichen Veränderungen unterworfen. In diesem Augenblick bekennt der Mensch seine Unvollkommenheit, öff­net sich demjenigen, der uns geschaffen hat, und erhält von ihm Kraft, um sich verändern und eine harmonische Wechselbezie­hung mit dem Universum eingehen zu können.

Doch keine Einwirkung vermag es, das persönliche Be­streben des Menschen zu ersetzen.

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